Konflux-CI-Automatisierungsskripte speichern GitHub-Zugriffstoken im Klartext auf dem CI-Runner und entfernen sie nach der Ausführung nicht. Ein lokaler Angreifer mit Codeausführung oder Zugriff auf die CI-Umgebung kann diese Token auslesen und sich unautorisierten Repository-Zugriff verschaffen, wodurch Quellcode oder Release-Artefakte manipuliert werden könnten. Red Hat stuft die Lücke als Important ein (CVSS 3.1: 8.6), VulDB nennt einen tieferen Wert; für die Ausnutzung ist vorgängiger Zugriff auf die Pipeline-Runner nötig.
Red Hat · Konflux CI
Der containerisierte OpenShift-Installer lädt Inventar- und dynamische Skripte von Remote-URLs herunter und führt sie ohne Integritätsprüfung aus. Ein Angreifer mit einer Man-in-the-Middle-Position im Netzwerk oder der Kontrolle über den Skriptserver kann ein bösartiges Programm unterschieben. Dieses läuft mit der Benutzer-ID des Installers und umfassenden Berechtigungen für die Cluster-Bereitstellung, was beliebige Codeausführung ermöglicht. Das Risiko betrifft nur Umgebungen, in denen INVENTORY_URL oder DYNAMIC_SCRIPT_URL verwendet wird.
Red Hat · openshift-ansible
Der IIOP-Listener von Red Hat JBoss Enterprise Application Platform (EAP), basierend auf WildFly, kann Eingabestreams vor der Authentifizierung deserialisieren. Ein Angreifer, der den IIOP-Port erreichen kann, kann manipulierte serialisierte Objekte senden und Code ausführen, wenn eine exponierte EJB untypisierte Methodenparameter akzeptiert und passende Gadget-Ketten im Classpath vorhanden sind. Red Hat stuft die Schwachstelle als Moderate ein, da Standardinstallationen den IIOP-Dienst standardmässig nur an localhost binden.
Red Hat · JBoss Enterprise Application Platform
Eine Schwachstelle im IIOP/CSIv2-Security-Interceptor von WildFly und Red Hat JBoss Enterprise Application Platform erlaubt einem Angreifer, die Authentifizierung bei IIOP-EJB-Aufrufen zu umgehen. Der Interceptor akzeptiert Identitätsbehauptungen (ITTPrincipalName) im Service-Context, ohne die Authentifizierung auf Transportebene zu prüfen. Ein nicht authentifizierter Angreifer, der Port 3528 erreicht, könnte sich als beliebiger Principal bei IIOP-exponierten Remote-EJBs ausgeben. Red Hat gibt an, dass die Schwachstelle nur gilt, wenn Caller Propagation ohne gegenseitiges TLS oder obligatorische Authentifizierung aktiviert ist.
Red Hat · WildFly / JBoss Enterprise Application Platform
Ein Fehler in KServe, der mit Red Hat OpenShift AI (RHOAI) ausgeliefert wird, erlaubt einem Benutzer mit Create- oder Update-Rechten auf InferenceService-Ressourcen, eine böswillige storageUri anzugeben. Der Init-Container storage-initializer sendet dann beliebige ausgehende HTTP/HTTPS-Anfragen aus dem Cluster (Server-Side Request Forgery). Ein Angreifer kann so Informationen offenlegen, unter anderem Zugangsdaten der IAM-Rolle des Nodes in der Cloud, oder auf interne Cluster-Dienste zugreifen. Für die Ausnutzung ist ein gültiges, auf einen Namespace beschränktes Konto nötig.
Red Hat · OpenShift AI (RHOAI)
Eine Schwachstelle in der Komponente ai-gateway-payload-processing von Red Hat OpenShift AI (RHOAI) erlaubt einem authentifizierten Benutzer, Tenant-Grenzen zu umgehen. Indem der Angreifer in Request-Body oder Header die Modell-ID eines anderen Tenants angibt, veranlasst er das Gateway, die API-Schlüssel dieses Tenants in die Anfrage einzufügen. Der Angreifer kann so unautorisierte LLM-Aufrufe durchführen und die Ressourcen und Quotas des anderen Tenants verbrauchen. Die Schwachstelle betrifft Umgebungen mit Multi-Tenant-Modellbereitstellung; Red Hat stuft sie als Important ein, der CVSS-Wert beträgt 9.1 (Critical).
Red Hat · OpenShift AI
Die Komponente openjdk-orb von Red Hat JBoss Enterprise Application Platform (EAP) 7 und 8 akzeptiert vom Angreifer vorgegebene CDR-Codebase-URLs während der Objekt-Deserialisierung auf dem TCP-Port 3528 (IIOP). Dies gilt nur, wenn EAP mit dem Java Security Manager (-secmgr) läuft und der IIOP-Dienst aus dem Netzwerk des Angreifers erreichbar ist. Ein nicht authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann so vor der Auswertung der EJB-Sicherheitsinterceptoren beliebige Klassen von einer entfernten URL in der JVM des Servers laden und instanziieren; Red Hat stuft dies als Important ein und nennt Remote Code Execution als mögliche Folge. Red Hat beschreibt dieses Problem als unvollständige Behebung von CVE-2026-15560.
Red Hat · JBoss Enterprise Application Platform
Die Komponente iscsiuio von open-iscsi, die auf Red Hat Enterprise Linux für iSCSI mit Hardware-Offload-NICs verwendet wird, berechnet die Länge der DHCPv4-Optionsdaten fehlerhaft und liest dadurch über einen Heap-Puffer hinaus. Ein Angreifer im selben Layer-2-Netzwerksegment kann eine präparierte DHCP-Antwort senden, um den Dienst zum Absturz zu bringen oder dessen Netzwerkkonfiguration zu verfälschen. Gemäss Red Hat sind Systeme ohne iSCSI-Offload-Hardware nicht betroffen.
Red Hat · open-iscsi (iscsiuio)
Ist die Terminal-Integration von Goose aktiviert, erfasst das Tool den Shell-Befehlsverlauf und sendet ihn ungefiltert an den konfigurierten Large Language Model (LLM) Provider. In der Shell eingegebene Zugangsdaten, API-Tokens oder Umgebungsvariablen können dadurch externen Dienstanbietern und deren Logs offengelegt werden. Voraussetzung ist, dass die Funktion aktiviert ist und ein Benutzer handelt; ein eingehender Netzwerkdienst, der angegriffen werden könnte, ist nicht beschrieben.
Red Hat · Goose
Das Operator-Bundle von Red Hat Multicluster Global Hub gewährt dessen Service-Account clusterweit eine uneingeschränkte Impersonation von beliebigen Benutzern, Gruppen und Service-Accounts. Ein Angreifer, der den Operator kompromittiert oder dessen Service-Account-Zugangsdaten erlangt hat, kann sich als privilegierte Identitäten wie system:masters ausgeben und so volle administrative Kontrolle über den Cluster erlangen. Für den Angriff sind zuerst hohe Berechtigungen nötig, um an den Operator oder seine Zugangsdaten zu gelangen.
Red Hat · Multicluster Global Hub Operator
Cruise Control, die Komponente zur Verwaltung von Kafka-Clustern in Red Hat Streams for Apache Kafka 2 und 3, lässt sich dazu bringen, ihre Authentifizierungsprüfungen zu überspringen, wenn ein zusätzliches Pfadsegment in einer Anfrage enthalten ist. Der Servlet leitet die Anfrage anschliessend an administrative Endpunkte weiter, sodass ein nicht authentifizierter Aufrufer sensitive Cluster-Operationen wie das Rebalancing ausführen kann. Der Angreifer benötigt Netzwerkzugriff auf den Cruise-Control-Port 9090; Red Hat stuft die Auswirkung als Important ein, weil die NetworkPolicy des Strimzi-Operators diesen Port normalerweise auf Operator-Pods beschränkt.
Red Hat · Streams for Apache Kafka (Cruise Control)
StreamsHub Console, von Red Hat als console-operator in Streams for Apache Kafka ausgeliefert, erlaubt einem authentifizierten Kubernetes-Mandanten mit Erstellungs- oder Änderungsrechten auf Console-Custom-Resources, ein beliebiges Container-Image auszuführen. Dieses Image läuft unter einem Service Account mit clusterweiten Lese- und teilweisen Schreibrechten auf Strimzi-Ressourcen, sodass ein Angreifer das projizierte Token auslesen und mandantenübergreifend auf die Kafka-Steuerungsebene zugreifen kann. Voraussetzung ist ein gemeinsam genutzter Cluster, in dem Nicht-Administratoren Console-Ressourcen verwalten können; Cluster mit einem einzigen Eigentümer sind nur eingeschränkt gefährdet.
Red Hat · StreamsHub Console for Apache Kafka
Der StreamsHub-Console-Operator (console-operator, Streams for Apache Kafka) kann von einem Kubernetes-Tenant missbraucht werden, der Console-Custom-Resources erstellen oder ändern darf. Durch Setzen von kafkaUser.namespace auf einen fremden Namespace bewirkt der Angreifer, dass der Operator dort KafkaUser-Secrets liest, etwa SASL-Zugangsdaten oder TLS-Private-Keys, und diese im Klartext in einem Secret im eigenen Namespace ablegt. Der Angriff setzt einen gültigen Zugriff mit niedrigen Rechten auf den Cluster voraus und benötigt keine Benutzerinteraktion; in der Verarbeitung fehlt eine Prüfung auf den eigenen Namespace. Die Auswirkung betrifft nur die Vertraulichkeit (CVSS 7.7 gemäss CNA).
Red Hat · StreamsHub Console
Ghostscript in Red Hat Enterprise Linux 8 enthält nach einem Rebase von Version 9.25 auf 9.27 die Korrektur für CVE-2019-14869 nicht. Eine speziell präparierte PostScript-Datei kann die -dSAFER-Einschränkungen umgehen, wodurch Zugriff auf Dateien ausserhalb der erlaubten Pfade oder die Ausführung von Befehlen mit den Rechten des Ghostscript-Prozesses möglich ist. Voraussetzung ist, dass eine solche Datei verarbeitet wird, zum Beispiel durch Dokumentkonvertierung oder Druckdienste, die unvertrauenswürdige Eingaben verarbeiten.
Red Hat · Enterprise Linux 8 Ghostscript
Red Hat Advanced Cluster Security for Kubernetes (RHACS) Central speichert bereits verwendete SAML-Assertion- oder Response-Identifikatoren nicht. Ein Angreifer, der eine gültige, nicht abgelaufene signierte SAML-Response erhält, kann diese mehrfach einreichen und neue Central-Authentifizierungs-Tokens für die zugeordnete Identität erhalten. Voraussetzung ist der Zugriff auf eine solche SAML-Response sowie die Netzwerkerreichbarkeit des Central-SAML-Endpunkts.
Red Hat · Advanced Cluster Security for Kubernetes
Ein Fehler in bootc und ostree erlaubt es, bereits gestagte Betriebssystem-Deployments ohne Prüfung des Container-Images gegen die aktuelle Signaturrichtlinie zu finalisieren. Ein Angreifer mit lokalem Zugriff, der das Staging oder die Signaturrichtlinie beeinflussen kann, kann nach einer Verschärfung der Richtlinie nicht signierte Inhalte bootfähig halten, was bei einem Neustart zur vollständigen Kompromittierung des Hosts führen kann. Die Angriffskomplexität ist hoch, und es sind weder Berechtigungen noch Benutzerinteraktion erforderlich.
Red Hat · bootc and ostree
Ein Fehler im GLZ-Dictionary-Wiederherstellungspfad von spice-server schneidet während einer VM-Live-Migration eine size_t-Allokationsgrösse auf int ab. Ein authentifizierter SPICE-Client kann mit manipulierten Migrationsdaten und einem präparierten max_encoders-Wert einen Heap-Buffer-Overflow auslösen. Die Ausnutzung erfordert gültige SPICE-Client-Zugangsdaten und eine aktive Live-Migration und kann zu einem Absturz oder zur Codeausführung im SPICE-Serverprozess führen.
Red Hat · spice-server
Eine Schwachstelle in der Management-API von WildFly erlaubt einem authentifizierten Benutzer mit der Rolle Monitor, über eine Path-Traversal-Lücke in der Operation take-snapshot durch Manipulation des Parameters name die Serverkonfiguration an einen beliebigen Ort zu schreiben und wieder auszulesen. Dadurch werden sensitive Zugangsdaten offengelegt, die die RBAC eigentlich einschränken würde. Der Angriff setzt ein gültiges Konto mit niedrigen Berechtigungen voraus; der Hersteller stuft die Auswirkung als Low ein, während der CVSS-Score von NVD/CNA 7.1 (High) beträgt.
Red Hat · WildFly
Der in Red Hat Connectivity Link und Red Hat OpenShift AI enthaltene Kuadrant-Operator escaped Werte aus den Match-Feldern von HTTPRoute (Pfad, Header und Query) beim Erzeugen des CEL-Prädikats nicht korrekt. Ein Benutzer, der eine HTTPRoute erstellen oder ändern darf, die an ein gemeinsam genutztes Gateway angebunden ist, kann einen manipulierten Match-Wert angeben, damit das Prädikat die Authentifizierung und das Rate Limiting auf Gateway-Ebene überspringt. Die Anfrage wird trotzdem an das Backend der Route weitergeleitet. Der Angriff setzt einen authentifizierten Zugriff mit Schreibrechten auf Routen im Cluster voraus.
Red Hat · Connectivity Link
Eine Path-Traversal-Schwachstelle (CWE-22) in der Bibliothek wildfly-core, die WildFly und JBoss EAP zur Verwaltung von Deployments nutzen, erlaubt einem Angreifer mit der Rolle Deployer, auf Dateien ausserhalb des Deployment-Verzeichnisses zuzugreifen. Der Angreifer kann beliebige Verzeichnisse löschen oder Dateien mit beliebigem Inhalt schreiben, etwa den Credential Store der Verwaltung ersetzen, und so die Rolle SuperUser der Verwaltung erlangen. Für die Ausnutzung ist ein gültiges Konto mit der Rolle Deployer nötig, die Auswirkungen sind jedoch vollständig.
Red Hat · WildFly Core
Ansible Operator Plugins, die in Red-Hat-Operatoren mit Ansible eingesetzt werden, enthalten eine Jinja2-Template-Injection-Schwachstelle. Ein Kubernetes-Benutzer mit niedrigen Berechtigungen, der manipulierte Custom Resources einreichen kann, kann bewirken, dass Ansible eingebettete Jinja2-Ausdrücke im Operator-Pod auswertet. Dies kann zu beliebiger Code-Ausführung und Rechteausweitung führen, mit Kontrolle über das Service-Konto des Operators, das typischerweise clusterweite Berechtigungen besitzt. Der CVSS-Vektor setzt eine hohe Komplexität voraus, und die Scope-Änderung bedeutet, dass die Auswirkungen über die Operator-Komponente hinausgehen.
Red Hat · Ansible Operator Plugins
Ein Fehler im VDUSE-Handler von DPDK lib/vhost invalidiert die vring-Zeiger nicht, wenn das IOTLB invalidiert wird, was zu einem Use-after-free (CWE-416) führt. Eine bösartige virtuelle Maschine mit einem VDUSE-Gerät kann dies über Memory Hot-Remove, Balloon-Inflation oder eine Änderung des IOMMU-Mappings auslösen, was die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit beeinträchtigen kann. Für die Ausnutzung sind lokaler Zugriff und niedrige Berechtigungen auf einem Host mit DPDK und VDUSE nötig. Red Hat stuft die Auswirkung als Important ein.
Red Hat · DPDK
Der insights-runtime-extractor läuft als privilegiertes DaemonSet mit hostPID und kann dazu gebracht werden, eine Binärdatei aus dem Container eines Workloads auszuführen. Die ausgeführte Binärdatei läuft mit der Root-UID im Host-User-Namespace und erbt ein Arbeitsverzeichnis, das den CRI-O-Socket des Hosts offenlegt. Ein lokaler Angreifer, der einen Pod im Cluster planen kann, kann dadurch den gesamten Node kompromittieren, sofern der Prozessname des Workloads einem konfigurierten Fingerprint-Muster entspricht.
Red Hat · OpenShift Container Platform
Eine Schwachstelle in gnome-remote-desktop, wie er in Red Hat Enterprise Linux ausgeliefert wird, erlaubt einem Angreifer aus dem Netz, der einen aktivierten VNC-TLS-Listener erreichen kann, den Event-Loop-Thread in eine unbegrenzte Busy Loop zu zwingen. Der Thread belegt dadurch hohe CPU-Last ohne Fortschritt, was zu einem Denial of Service des Remote-Desktop-Dienstes führt. Es sind keine Anmeldedaten und keine Benutzerinteraktion nötig; Vertraulichkeit und Integrität sind nicht betroffen, daher ist die Erreichbarkeit des VNC-Listeners entscheidend.
Red Hat · gnome-remote-desktop
Quarkus REST Data Panache generiert CRUD-REST-Endpunkte aus Entitäten oder Repositories. Wenn ein Entwickler einen Vorgang mit @MethodProperties anpasst, ohne die Sicherheitsrollen erneut zu deklarieren, entfernt der Code-Generator die klassenweite Sicherheitsanforderung, sodass der Endpunkt ohne Authentifizierung erreichbar ist. Ein nicht authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann dadurch möglicherweise Daten lesen oder verändern, die über den betroffenen Endpunkt verfügbar sind.
Red Hat · Quarkus REST Data Panache