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Red Hat WildFly/JBoss EAP: Authentifizierungsumgehung bei IIOP-EJB-Aufrufen

CVE-2026-114488Hoch 7.4

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Zusammenfassung

Eine Schwachstelle im IIOP/CSIv2-Security-Interceptor von WildFly und Red Hat JBoss Enterprise Application Platform erlaubt einem Angreifer, die Authentifizierung bei IIOP-EJB-Aufrufen zu umgehen. Der Interceptor akzeptiert Identitätsbehauptungen (ITTPrincipalName) im Service-Context, ohne die Authentifizierung auf Transportebene zu prüfen. Ein nicht authentifizierter Angreifer, der Port 3528 erreicht, könnte sich als beliebiger Principal bei IIOP-exponierten Remote-EJBs ausgeben. Red Hat gibt an, dass die Schwachstelle nur gilt, wenn Caller Propagation ohne gegenseitiges TLS oder obligatorische Authentifizierung aktiviert ist.

Betroffen

  • Red Hat Fuse 7
  • Red Hat JBoss Enterprise Application Platform 7
  • Red Hat JBoss Enterprise Application Platform 8 (Standard: betroffen)
  • Red Hat Single Sign-On 7
  • Red Hat JBoss Enterprise Application Platform Expansion Pack: nicht betroffen (laut Red Hat)
  • Genaue betroffene Versionen: Unbekannt.

Behoben in

Unbekannt. In den Quellen ist kein korrigierter Build bestätigt; Red Hat CVE-Seite und Errata prüfen.

Umgehung

  • Caller Propagation im IIOP-Subsystem auf 'none' setzen: /subsystem=iiop-openjdk:write-attribute(name=caller-propagation,value=none)
  • Sicherstellen, dass Deployment-Deskriptoren (etwa jboss-ejb3.xml) die Caller Propagation nicht auf 'supported' setzen.
  • Externen Zugriff auf den TCP-Port 3528 blockieren oder auf vertrauenswürdige Netze beschränken.
  • Falls Caller Propagation benötigt wird, SSL/TLS mit Client-Zertifikatsauthentifizierung (server-requires-ssl="true") oder obligatorische Authentifizierung über as-context erzwingen.
  • Hinweis: Das Deaktivieren der Caller Propagation kann Anwendungen beeinträchtigen, die auf verteilte Identitätsweitergabe angewiesen sind; ein Runtime-Reload unterbricht aktive Verbindungen.

Ausnutzung

  • Nach aktuellem Kenntnisstand nicht in freier Wildbahn ausgenutzt; nicht im CISA-KEV-Katalog.
  • Zum Zeitpunkt der Recherche wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
  • CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
  • EPSS: 0.34 % (niedrig).

Unsere Empfehlung

  • Alle WildFly-, EAP-, Fuse- und SSO-Hosts mit aktiviertem IIOP (Port 3528) ermitteln und die Einstellung der Caller Propagation prüfen.
  • Caller Propagation auf 'none' setzen oder gegenseitiges TLS erzwingen und Port 3528 aus unvertrauenswürdigen Netzen blockieren.
  • Prüfen, ob Port 3528 aus dem Internet erreichbar ist.
  • Sobald Red Hat korrigierte Builds veröffentlicht, zeitnah patchen und die Wirksamkeit prüfen.
  • Den gesamten IIOP-Listener patchen und absichern, da verwandte IIOP-CVEs (etwa CVE-2026-15563 und CVE-2026-15564) zeitgleich veröffentlicht wurden.

Öffentliche Exploits

In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.

Quellen der Recherche

Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 03.11.2026 00:23.

Referenzen der NVD (2)

Quellen

Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:

Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.

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