Red Hat gnome-remote-desktop: Denial of Service in den VNC-TLS-I/O-Handlern
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle in gnome-remote-desktop, wie er in Red Hat Enterprise Linux ausgeliefert wird, erlaubt einem Angreifer aus dem Netz, der einen aktivierten VNC-TLS-Listener erreichen kann, den Event-Loop-Thread in eine unbegrenzte Busy Loop zu zwingen. Der Thread belegt dadurch hohe CPU-Last ohne Fortschritt, was zu einem Denial of Service des Remote-Desktop-Dienstes führt. Es sind keine Anmeldedaten und keine Benutzerinteraktion nötig; Vertraulichkeit und Integrität sind nicht betroffen, daher ist die Erreichbarkeit des VNC-Listeners entscheidend.
Betroffen
- Red Hat Enterprise Linux 8, 9 und 10 (Standard: betroffen)
- Betroffen nur, wenn der VNC-Dienst aktiviert ist und der TLS-Pfad verwendet wird
- Paketbereich gemäss Red-Hat-Angaben: >= 0.1.6-1 bis <= 40.0-11
- Die standardmässig ausgelieferte VNC-Verschlüsselungseinstellung umfasst tls-anon
Behoben in
Unbekannt. In den Quellen zum Zeitpunkt der Prüfung wurde kein korrigiertes Paket und kein RHSA-Errata gefunden.
Umgehung
- Falls VNC nicht benötigt wird, den VNC-Dienst von gnome-remote-desktop deaktivieren (grdctl vnc disable; zuvor mit grdctl status prüfen)
- Falls VNC aktiviert bleiben muss, den VNC-Listener mit host-basierten Firewall-Regeln auf vertrauenswürdige Hosts oder Management-Netze beschränken
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation none, automatisierbar ja, technische Auswirkung partiell
- In den geprüften Quellen nicht als aktiv ausgenutzt markiert
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; dies ist kein Nachweis, dass keiner existiert
Unsere Empfehlung
- Hosts mit gnome-remote-desktop inventarisieren und prüfen, ob der VNC-Dienst aktiviert ist
- VNC dort deaktivieren, wo es nicht benötigt wird; wo der Port bestehen bleiben muss, den Zugriff darauf einschränken
- Die Red-Hat-CVE-Seite und Bugzilla 2550352 auf das korrigierte Paket und Errata überwachen und danach zeitnah patchen
- VNC-Listener nicht aus dem Internet oder aus unvertrauenswürdigen Netzen erreichbar machen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-109832 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2550352 bugzilla.redhat.com
- Ubuntu CVE record CVE-2026-109832 ubuntu.com
- OSV UBUNTU-CVE-2026-109832 osv.dev
- SUSE CVE record via vulners vulners.com
- hol.org CVE summary hol.org
- grdctl manpage (Ubuntu) manpages.ubuntu.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 02.11.2026 19:51.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
