Red Hat JBoss EAP: Deserialisierung vor Authentifizierung im IIOP-Listener
Zusammenfassung
Der IIOP-Listener von Red Hat JBoss Enterprise Application Platform (EAP), basierend auf WildFly, kann Eingabestreams vor der Authentifizierung deserialisieren. Ein Angreifer, der den IIOP-Port erreichen kann, kann manipulierte serialisierte Objekte senden und Code ausführen, wenn eine exponierte EJB untypisierte Methodenparameter akzeptiert und passende Gadget-Ketten im Classpath vorhanden sind. Red Hat stuft die Schwachstelle als Moderate ein, da Standardinstallationen den IIOP-Dienst standardmässig nur an localhost binden.
Betroffen
- Red Hat JBoss Enterprise Application Platform 7 (Standard: betroffen, gemäss CNA-Eintrag; andere Quellen nennen alle Versionen)
- Red Hat JBoss Enterprise Application Platform 8 (Standard: betroffen)
- Betroffene Versionen und Bereiche: Unbekannt.
Behoben in
Unbekannt. In den geprüften Quellen wurde keine korrigierte Version gefunden. Prüfen Sie das Red Hat Advisory und die Errata für Ihren EAP-Stream.
Umgehung
- Netzwerkzugriff auf den IIOP-Listener (Standard-TCP-Port 3528) einschränken, sodass nur localhost oder autorisierte Management-Netzwerke zugreifen können.
- Beispiel: firewall-cmd --permanent --remove-port=3528/tcp und firewall-cmd --reload
- Falls CORBA/IIOP nicht benötigt wird, das IIOP-Subsystem entfernen: jboss-cli.sh --connect --command="/subsystem=iiop-openjdk:remove"
- Hinweis: Das Entfernen des IIOP-Subsystems unterbricht entfernte EJB-Aufrufe sowie CORBA/IIOP-Dienste. Firewall-Änderungen und das Entfernen von Subsystemen unterbrechen aktive Verbindungen und erfordern ein Neuladen oder einen Neustart.
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
- Keine bekannte Ausnutzung gefunden; in den geprüften Quellen nicht als KEV gelistet.
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
- EPSS: 0.12 % (Perzentil 2).
Unsere Empfehlung
- Prüfen Sie, ob EAP- oder WildFly-Server das IIOP-Subsystem betreiben und ob dieses benötigt wird.
- Stellen Sie sicher, dass TCP 3528 nicht aus dem Internet oder von unvertrauenswürdigen Netzwerken erreichbar ist.
- Falls IIOP nicht benötigt wird, entfernen Sie das Subsystem.
- Falls IIOP benötigt wird, beziehen Sie den Fix von Red Hat, sobald er für Ihren EAP-Stream bestätigt ist, und spielen Sie ihn ein.
- Prüfen Sie gleichzeitig die zugehörigen IIOP- und Pre-Authentication-Errata, etwa RHSA-2026:70277.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE page CVE-2026-15564 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2478005 (access denied) bugzilla.redhat.com
- Red Hat errata RHSA-2026:70277 access.redhat.com
- Strix CVE-2026-15564 www.strix.ai
- VulDB CVE-2026-15564 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 03.11.2026 00:23.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
