StreamsHub Console: Datenexfiltration über Namespace-Grenzen (Confused Deputy)
Zusammenfassung
Der StreamsHub-Console-Operator (console-operator, Streams for Apache Kafka) kann von einem Kubernetes-Tenant missbraucht werden, der Console-Custom-Resources erstellen oder ändern darf. Durch Setzen von kafkaUser.namespace auf einen fremden Namespace bewirkt der Angreifer, dass der Operator dort KafkaUser-Secrets liest, etwa SASL-Zugangsdaten oder TLS-Private-Keys, und diese im Klartext in einem Secret im eigenen Namespace ablegt. Der Angriff setzt einen gültigen Zugriff mit niedrigen Rechten auf den Cluster voraus und benötigt keine Benutzerinteraktion; in der Verarbeitung fehlt eine Prüfung auf den eigenen Namespace. Die Auswirkung betrifft nur die Vertraulichkeit (CVSS 7.7 gemäss CNA).
Betroffen
- Red Hat StreamsHub Console for Apache Kafka 0.2.0 bis vor 0.12.10
- Red Hat StreamsHub Console for Apache Kafka 0.13.0 bis vor 0.14.2
- Red Hat Streams for Apache Kafka 2 und 3 (Standard: betroffen)
Behoben in
- Auf 0.12.10 oder 0.14.2 oder neuer aktualisieren, je nach Release-Linie (gemäss Red-Hat-Advisory AV26-1084)
- Der Fix in 0.14.2 ist upstream bestätigt; der Fix in 0.12.10 wurde auf Code-Ebene nicht verifiziert
Umgehung
- Berechtigungen zum Erstellen und Ändern von consoles.console.streamshub.github.com aus Tenant-Rollen entfernen; nur vertrauenswürdige Cluster-Administratoren sollen Console-CRs verwalten
- Bestehende Console-CRs auf kafkaUser.namespace-Werte ausserhalb des eigenen Namespace prüfen
- Ausgehenden Verkehr des Operator-Pods mit einer NetworkPolicy einschränken (Defence in Depth)
- Kubernetes-API-Audit-Logging für Änderungen an Console-CRs und Secret-Zugriffe des Operators aktivieren
Ausnutzung
- Zum Zeitpunkt der Recherche wurden kein öffentlicher Proof of Concept und keine bekannte Ausnutzung gefunden
- Nicht im CISA-KEV-Katalog aufgeführt
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, partielle technische Auswirkung
- EPSS unter 1 %
Unsere Empfehlung
- Alle StreamsHub-Console- oder console-operator-Installationen und deren Versionen ermitteln
- Auf 0.12.10 oder 0.14.2 oder neuer aktualisieren, je nach Release-Linie
- Gleichzeitig mit CVE-2026-105312 aktualisieren (Critical, ebenfalls in 0.14.2 behoben)
- Bis zur Behebung festlegen, wer Console-CRs erstellen oder ändern darf, und bestehende CRs auf namensraumübergreifende KafkaUser-Referenzen prüfen
- Bei gefundenen namensraumübergreifenden Referenzen die KafkaUser-Zugangsdaten rotieren
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-105311 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2510875 bugzilla.redhat.com
- StreamsHub Console release 0.14.2 github.com
- Red Hat Security Advisory AV26-1084 (Canadian Centre for Cyber Security) www.cyber.gc.ca
- OpenCVE CVE-2026-105311 app.opencve.io
- Vulners CVE-2026-105311 vulners.com
- HOL Guard CVE-2026-105311 hol.org
- OpenCVE CVE-2026-105312 app.opencve.io
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 02.11.2026 08:15.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
