WildFly: Path Traversal in take-snapshot legt Serverkonfiguration offen
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle in der Management-API von WildFly erlaubt einem authentifizierten Benutzer mit der Rolle Monitor, über eine Path-Traversal-Lücke in der Operation take-snapshot durch Manipulation des Parameters name die Serverkonfiguration an einen beliebigen Ort zu schreiben und wieder auszulesen. Dadurch werden sensitive Zugangsdaten offengelegt, die die RBAC eigentlich einschränken würde. Der Angriff setzt ein gültiges Konto mit niedrigen Berechtigungen voraus; der Hersteller stuft die Auswirkung als Low ein, während der CVSS-Score von NVD/CNA 7.1 (High) beträgt.
Betroffen
- Red Hat Enterprise Linux 8 und 9: gemäss CVE-Eintrag standardmässig nicht betroffen.
- Red Hat Fuse 7: gemäss CVE-Eintrag standardmässig für mehrere Einträge betroffen.
- Betroffene WildFly-Versionen: Unbekannt.
- Red Hat JBoss EAP 7 und 8, Single Sign-On 7: von einem Drittanbieter-Tracker als betroffen aufgeführt, nicht von Red Hat bestätigt.
Behoben in
- Upstream-Fix: WildFly Core 34.0.0.Final (WFCORE-7729).
- Red Hat Errata sowie korrigierte EAP-, SSO- und Fuse-Versionen: Unbekannt.
- Ein inoffizieller Backport auf WildFly Core 28.0.1 existiert, ist aber kein Herstellerrelease.
Umgehung
- Zugriff auf die Management-Schnittstelle von WildFly auf vertrauenswürdige Netze und Benutzer beschränken.
- Netzwerkerreichbarkeit der Management-Ports mit Firewall-Regeln einschränken.
- Zuweisungen der Rolle Monitor und anderer RBAC-Rollen überprüfen und das Least-Privilege-Prinzip anwenden; dies kann Betriebsabläufe beeinflussen, die auf die Rolle Monitor angewiesen sind.
Ausnutzung
- CISA KEV: nicht gelistet.
- Öffentlicher Proof of Concept: in den geprüften Trackern nicht gefunden.
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact partial.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob WildFly-, EAP-, SSO- oder Fuse-Instanzen im Einsatz sind, und deren genaue Versionen erfassen.
- Sicherstellen, dass die Management-Schnittstelle nicht aus dem Internet erreichbar ist, und sie auf Administrationsnetze beschränken.
- Konten mit der Rolle Monitor prüfen und nicht benötigte entfernen.
- Die Red-Hat-Errata einspielen, sobald die korrigierten Versionen bestätigt sind, oder auf ein Release basierend auf WildFly Core 34.0.0.Final wechseln.
- Falls der Server exponiert gewesen sein könnte, in der Konfiguration gespeicherte Zugangsdaten wie Datasources und Security Realms rotieren.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE page CVE-2026-84823 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2527902 bugzilla.redhat.com
- WildFly Core 34.0.0.Final release github.com
- WildFly pull request 20530 github.com
- VulDB CVE-2026-84823 vuldb.com
- OpenCVE CVE-2026-84823 app.opencve.io
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 03.11.2026 12:54.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
