Der openstack-network-exporter in Red Hat OpenStack Platform 18.0 umgeht die Basis-Authentifizierung stillschweigend, wenn eine Benutzerauthentifizierung konfiguriert ist, TLS aber fehlt oder falsch konfiguriert ist. Ein Angreifer im benachbarten Netzwerk kann dadurch ohne Zugangsdaten Open-vSwitch- (OVS) und Open-Virtual-Network- (OVN) Dataplane-Metriken abrufen, darunter Bridge-Namen, Port-Zähler, den Status des OVN-Controllers und die Host-Topologie. Red Hat stuft die Auswirkung als Moderate ein, da der Zugriff nur lesend ist; eine korrigierte Version ist noch nicht bekannt.
Red Hat · openstack-network-exporter
Ein authentifizierter Benutzer der OpenShift-Webkonsole kann eine präparierte Helm-Chart-URL angeben, die nicht ausreichend validiert wird. Der Konsolen-Pod ruft dann beliebige URLs ab, was über Fehlermeldungen zur Offenlegung sensibler Informationen führen oder ein blindes Port-Scanning interner Cluster-Dienste ermöglichen kann. Jeder gültige Konsolenzugang genügt, daher hängt das Risiko von der Anzahl der Konten ab, einschliesslich Entwickler- und Shared-Konten. Der CVSS-Wert beträgt 7.7 (Hoch); der CVE-Eintrag wartet noch auf die NVD-Analyse.
Red Hat · OpenShift Container Platform
ansible-core, die Basis von Ansible und Red Hat Ansible Automation Platform, ist betroffen, wenn ansible-galaxy eine Collection installiert. Der Archiv-Extraktor prüft Pfade lexikalisch und kontrolliert symbolisch verlinkte Verzeichniseinträge nicht, sodass eine präparierte Collection über verkettete Symlinks eine spätere Datei ausserhalb des Zielverzeichnisses schreiben kann. Ein Angreifer, der ein Opfer zur Installation einer bösartigen Collection bewegen kann, kann mit den Rechten dieses Benutzers beliebige Dateien überschreiben, was zur Codeausführung auf dem Control Node führen kann. Die Schwachstelle wird als Umgehung des Fixes für CVE-2020-10691 beschrieben, und es ist eine Benutzerinteraktion erforderlich.
Red Hat · ansible-core
Die ClusterRole insights-operator-gather gewährt dem Dienstkonto des Insights Operator uneingeschränkten Lesezugriff (get und list) auf Secrets in allen Namespaces. Ein Angreifer, der einen Pod mit diesem Dienstkonto starten kann, kann alle Secrets im Cluster auslesen. Red Hat stuft die Schwachstelle mit CVSS 7.7 (High) ein; der Angriff erfordert niedrige Berechtigungen und Netzwerkzugriff auf den Cluster.
Red Hat · OpenShift Container Platform
Eine Schwachstelle in der Candlepin-Komponente für die Subskriptionsverwaltung von Red Hat Satellite erlaubt einem authentifizierten Benutzer mit niedrigen Berechtigungen, Autorisierungsprüfungen bei Endpunkten mit mehreren Objekten zu umgehen. Sobald der Angreifer auf das erste referenzierte Objekt zugreifen kann, werden nachfolgende Objekte nicht korrekt geprüft, sodass Konsumentendaten gelesen und Berechtigungen oder Aktivierungsschlüssel verändert werden können, unter Umständen organisationsübergreifend. Voraussetzung ist die Kenntnis der Ziel-Identifikatoren wie Konsumenten-UUIDs, Pool-IDs oder Zertifikatsseriennummern, die organisationsübergreifend normalerweise nicht sichtbar sind. Red Hat stuft die Schwachstelle als Important ein, die Auswirkungen sind in Multi-Tenant-Umgebungen am grössten.
Red Hat · Satellite
SSSD wertet Host-Based Access Control (HBAC)-Regeln in Identity-Management-Umgebungen mit Vertrauensstellungen aus, indem nur kurze Benutzernamen ohne Domänenqualifizierer verglichen werden. Ein authentifizierter Benutzer einer vertrauenswürdigen Domäne, dessen Benutzername mit einem berechtigten lokalen IdM-Konto übereinstimmt, kann die Zugriffsrichtlinie umgehen und auf geschützte Dienste oder Hosts zugreifen. Red Hat stuft das Problem mit 6.8 (Mittel) ein, weil die Ausnutzung eine nicht standardmässige Vertrauensstellung und eine Kontokollision voraussetzt; NVD stuft es mit 8.1 (Hoch) ein.
Red Hat · SSSD
Der HyperShift-Operator kopiert vom Benutzer bereitgestellte kubeconfig-Secrets ohne Validierung in den privilegierten Namespace der Control Plane. Ein authentifizierter Benutzer mit Berechtigung zum Erstellen von Clustern und Secrets kann eine kubeconfig mit nicht autorisierten ausführbaren Plugins einschleusen. Wenn nachgelagerte Controller diese Konfiguration verwenden, kann der Angreifer Code innerhalb der Control Plane ausführen, was zu einer vollständigen Kompromittierung von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit führen kann. Der Angriff setzt gültige Zugangsdaten und Mandantenrechte voraus und ist nicht über anonymen Netzwerkzugriff möglich.
Red Hat · Multicluster Engine for Kubernetes
Eine Schwachstelle im EST-Subsystem von Dogtag PKI (pki-core), der Zertifizierungsstelle-Software in Red Hat Certificate System, erlaubt einem authentifizierten EST-Benutzer, von der CA signierte Zertifikate mit beliebigen Subject-Namen zu erhalten. Das Plugin CMCAuthForEST fällt bei fullcmc-Registrierungsanfragen über HTTP Basic Authentication ohne Client-Zertifikat des Endbenutzers in einen offenen Zustand, sodass nachgelagerte Prüfungen die Anfrage als Agent-privilegiert behandeln. Ausnutzung setzt voraus, dass EST aktiviert und mit Basic Authentication erreichbar ist; der CVSS-Score beträgt 8.1 (hoch).
Red Hat · Dogtag PKI
Der LDAP-Server 389-ds-base (Red Hat Directory Server) behält vor einem StartTLS-Upgrade im Klartext gepufferte Daten. Ein Angreifer auf dem Netzwerkpfad kann eine manipulierte LDAP-Nachricht einschleusen, die nach dem TLS-Upgrade verarbeitet wird, sodass der Client statt seiner eigenen Bind-Antwort eine gefälschte Antwort erhält (Kollision der Message ID). Dadurch kann eine Client-Anwendung einen fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuch als erfolgreich werten. Voraussetzung ist eine aktive Man-in-the-Middle-Position während der StartTLS-Aushandlung; der Server selbst wird nicht kompromittiert.
Red Hat · 389-ds-base
Ein nicht authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann den Worker-Thread-Pool des LDAP-Servers 389 Directory Server (389-ds-base) erschöpfen. Dazu sendet er auf derselben Verbindung eine vollständige LDAP-Operation, gefolgt von den ersten Bytes einer unvollständigen LDAPMessage, und blockiert so Worker-Threads mit nur wenigen Verbindungen. Die Konfiguration ist standardmässig betroffen, weshalb alle Clients, anonym und authentifiziert, über Klartext und TLS keinen Dienst mehr erhalten, solange der Angreifer die Verbindungen offen hält. Vertraulichkeit und Integrität der Verzeichnisdaten sind nicht betroffen, und der Dienst wird nach der Freigabe der Verbindungen innert etwa einer Sekunde wieder verfügbar.
Red Hat · 389 Directory Server
Red Hat Satellite (basierend auf Foreman) enthält eine Schwachstelle zur Betriebssystem-Befehlsinjektion im Dienstprogramm foreman-tail. Das Dienstprogramm übergibt vom Benutzer gelieferte Argumente ungeprüft und ohne Quoting an eval, wenn Dateipfade expandiert werden. Ein lokaler Angreifer mit einem Konto mit niedrigen Berechtigungen kann Shell-Metazeichen einschleusen und beliebige Systembefehle auf dem Satellite- oder Foreman-Server ausführen, der viele Hosts verwaltet. Der CVSS-Score unterscheidet sich zwischen den Quellen: Die CVE-Daten nennen 7.8, während das Foreman-Projekt und OpenCVE 5.3 angeben.
Red Hat · Satellite
Ein Fehler in Foreman, auf dem Red Hat Satellite aufbaut, erlaubt einem authentifizierten Benutzer mit nur der Rolle Viewer, Anfragen an Template-Preview-Endpunkte zu senden. Dadurch können sensitive Hostdaten offengelegt werden, etwa Root-Passwörter der Hosts. Sind Safemode-Schutzmechanismen deaktiviert oder umgangen, kann der Benutzer zusätzlich beliebige Befehle als Systemkonto von Foreman ausführen.
Red Hat · Satellite
Red Hat Satellite, das auf dem Foreman-Projekt basiert, enthält eine Schwachstelle in der Template-Rendering-Engine. Ein authentifizierter Angreifer mit niedrigen Leserechten kann die Liste der erlaubten Methoden manipulieren, die Safemode-Sandbox umgehen und beliebige Befehle auf dem Satellite-Server ausführen. Eine erfolgreiche Ausnutzung würde dem Angreifer die Kontrolle über einen Server verschaffen, der Zugangsdaten speichert und die Bereitstellung sowie das Patchen verwalteter Hosts steuert.
Red Hat · Satellite
Red Hat Satellite 6 enthält Foreman, dessen foreman-rake-Konfigurationslogik Konfigurationsdaten über zwei Ausführungsebenen verarbeitet. Dadurch werden Server-Side Template Injection (SSTI) und unsichere Deserialisierung möglich. Ein Angreifer mit hohen Privilegien und Benutzerinteraktion kann Remote Code Execution erreichen, was zur vollständigen Kompromittierung der verwalteten Infrastruktur führen kann.
Red Hat · Satellite
Foreman, die Grundlage von Red Hat Satellite, enthält OS-Command-Injection-Schwachstellen in den foreman-rake-Tasks db:dump und db:import_dump. Benutzereingaben in den Parametern destination und file werden ungefiltert an einen Ruby-system()-Aufruf übergeben. Ein Angreifer, der foreman-rake ausführen darf, etwa über eine eingeschränkte sudo-Regel, kann Shell-Befehle anhängen und diese mit hohen Rechten ausführen lassen. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf den Host und seine Datenbank haben. Für die Ausnutzung sind lokaler Zugriff und hohe Berechtigungen erforderlich.
Red Hat · Satellite (Foreman)
Red Hat Satellite, das auf dem Upstream-Projekt Foreman aufbaut, enthält eine Command Injection in der Task foreman-rake errors:fetch_log. Der Parameter request_id wird ohne ausreichende Neutralisierung an einen Shell-Befehl übergeben. Ein lokaler Benutzer mit Sudo-Berechtigung für diese Rake-Task kann Shell-Metazeichen einschleusen und beliebigen Code ausführen, unter Umständen mit Eskalation zu root auf verwalteten Hosts (CVSS 3.1: 8.2).
Red Hat · Satellite
Der Endpunkt /unattended/provision von Red Hat Satellite (Upstream: Foreman) prüft das Provisionierungs-Token in der HTTP-Anfrage nicht korrekt. Es wird nur geprüft, ob ein Host gerade provisioniert wird, weshalb eine Anfrage ganz ohne Token das Kickstart-Provisionierungs-Template abrufen kann. Gemeldete Auswirkungen sind unter anderem Root-Passwort-Hashes, interne Netzwerkdetails und Build-Tokens, die Folgeangriffe ermöglichen können. Für den Angriff genügt Netzwerkzugriff auf die Satellite-Instanz und ein Host in der Provisionierungsphase.
Red Hat · Satellite
Die Komponente rubygem-foreman_remote_execution von Red Hat Satellite enthält eine Command-Injection-Schwachstelle in der API /api/v2/job_invocations. Ist bei einer Job-Vorlage die Eigenschaft effective_user als überschreibbar markiert, wird der in einer API-Anfrage übermittelte Wert effective_user nicht korrekt bereinigt. Ein authentifizierter Benutzer, der Job-Vorlagen ausführen darf, kann beliebige Shell-Befehle mit den Rechten des Ausführungsbenutzers auf den Zielsystemen ausführen.
Red Hat · Satellite
oc-mirror, das Werkzeug zum Spiegeln von OpenShift-Operator-Katalogen in getrennte Umgebungen, prüft extrahierte Tar-Einträge nicht darauf, ob sie im Zielverzeichnis bleiben. Ein bösartiges oder kompromittiertes Operator-Katalog-Image kann daher beliebige Dateien auf dem Host schreiben, auf dem oc-mirror läuft, mit den Rechten dieses Prozesses. Die Lücke wird ausgelöst, wenn ein präparierter Katalog über den Legacy-Pfad --v1 oder den Pfad --use-oci-feature gespiegelt wird, und ein Angreifer benötigt lokalen Zugriff auf den Spiegelungsprozess.
Red Hat · oc-mirror
Eine Schwachstelle an der Vertrauensgrenze in der Persistenz des Sandbox-Zustands von CRI-O erlaubt es, dass durch Angreifer beeinflusste Pod-Annotationen oder Labels die reservierten Sandbox-Verwaltungsdaten von CRI-O überschreiben. Nach einem Neustart von CRI-O oder des Nodes kann ein späteres Neuerstellen eines Containers in dieser Sandbox eine Host-seitige Runtime-Management-Ressource innerhalb des Containers offenlegen, was einen Container-Ausbruch ermöglichen kann. Voraussetzung sind die Berechtigung zum Erstellen oder Ändern von Pods sowie ein Neustart und eine Neuerstellung des Containers; die Angriffskomplexität ist hoch.
Red Hat · CRI-O