Dogtag PKI: Authentifizierungsumgehung bei EST-fullcmc-Registrierung erlaubt Fehlausstellung
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle im EST-Subsystem von Dogtag PKI (pki-core), der Zertifizierungsstelle-Software in Red Hat Certificate System, erlaubt einem authentifizierten EST-Benutzer, von der CA signierte Zertifikate mit beliebigen Subject-Namen zu erhalten. Das Plugin CMCAuthForEST fällt bei fullcmc-Registrierungsanfragen über HTTP Basic Authentication ohne Client-Zertifikat des Endbenutzers in einen offenen Zustand, sodass nachgelagerte Prüfungen die Anfrage als Agent-privilegiert behandeln. Ausnutzung setzt voraus, dass EST aktiviert und mit Basic Authentication erreichbar ist; der CVSS-Score beträgt 8.1 (hoch).
Betroffen
- Red Hat Certificate System 10 (Standard: betroffen, gemäss CVE-Eintrag)
- Red Hat Certificate System 11 (Standard: betroffen, gemäss CVE-Eintrag)
- Red Hat Certificate System 9 und Red Hat Enterprise Linux 6 bis 10 (Standard: nicht betroffen, gemäss CVE-Eintrag; der Eintrag enthält widersprüchliche Angaben, daher auf der Red-Hat-Seite prüfen)
Behoben in
Unbekannt. Zum Zeitpunkt der Recherche wurde keine vom Hersteller bestätigte korrigierte Version gefunden. Bis Red Hat ein Advisory mit CVE-2026-104988 veröffentlicht, als ungepatcht behandeln.
Umgehung
- Basic Authentication für alle Benutzer deaktivieren, wie von Red Hat empfohlen: Feld "UserPasswords" aus den Benutzereinträgen im EST-DS-Server entfernen.
- Netzwerkzugriff auf EST-Endpunkte auf bekannte Clients beschränken (empfohlene Praxis, keine Herstellervorgabe).
Ausnutzung
- Gemäss aktuellem Stand nicht bekannt, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird. CISA-SSVC-Bewertung: Ausnutzung keine, automatisierbar nein, technische Auswirkung total.
- Zum Zeitpunkt der Recherche wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob Dogtag PKI oder Red Hat Certificate System im Einsatz ist und ob das EST-Subsystem aktiviert und erreichbar ist.
- Falls EST genutzt wird, Basic Authentication für EST-Benutzer sofort deaktivieren und den Zugriff auf bekannte Clients beschränken.
- Seit dem 2. Oktober 2026 über EST ausgestellte Zertifikate auf unerwartete Subject-Namen prüfen.
- Den Herstellerpatch installieren, sobald Red Hat ihn veröffentlicht, und die Red-Hat-CVE-Seite auf Updates überwachen.
- Keine Massnahmen nötig, wenn weder Dogtag PKI noch Red Hat Certificate System mit EST betrieben werden.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE page CVE-2026-104988 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2545316 bugzilla.redhat.com
- Ubuntu CVE tracker CVE-2026-104988 ubuntu.com
- VulDB CVE-2026-104988 vuldb.com
- VulDB vulnerability 413213 vuldb.com
- TheHackerWire CVE-2026-104988 www.thehackerwire.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 20:57.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
