SSSD: Autorisierungsumgehung durch Benutzernamenskollision bei HBAC-Auswertung
Zusammenfassung
SSSD wertet Host-Based Access Control (HBAC)-Regeln in Identity-Management-Umgebungen mit Vertrauensstellungen aus, indem nur kurze Benutzernamen ohne Domänenqualifizierer verglichen werden. Ein authentifizierter Benutzer einer vertrauenswürdigen Domäne, dessen Benutzername mit einem berechtigten lokalen IdM-Konto übereinstimmt, kann die Zugriffsrichtlinie umgehen und auf geschützte Dienste oder Hosts zugreifen. Red Hat stuft das Problem mit 6.8 (Mittel) ein, weil die Ausnutzung eine nicht standardmässige Vertrauensstellung und eine Kontokollision voraussetzt; NVD stuft es mit 8.1 (Hoch) ein.
Betroffen
- Red Hat Enterprise Linux 6 bis 10 (gemäss CNA-Eintrag; der Status für RHEL 6 ist als unbekannt aufgeführt)
- Red Hat OpenShift Container Platform 4
- SSSD in IdM-Umgebungen mit Vertrauensstellungen zu anderen Domänen, in denen HBAC-Erlaubnisregeln lokale oder IdM-Benutzer nennen
Behoben in
Unbekannt. Upstream-Korrektur in SSSD PR #9508, Rückportierungen in PR #9537 und PR #9538. Keine freigegebene Paketversion durch eine Herstellerwarnung bestätigt.
Umgehung
Unbekannt. Red Hat gibt an, dass keine Massnahme verfügbar ist, die deren Kriterien erfüllt.
Ausnutzung
- CISA-SSVC-Daten im CVE-Eintrag: Exploitation 'poc', Automatable 'no', Technical Impact 'total'
- In der Recherche wurde kein öffentlicher Exploit-Code oder Bericht gefunden; nicht als aktiv ausgenutzt bestätigt
Unsere Empfehlung
- FreeIPA/IdM-Installationen mit Vertrauensstellungen zu Active-Directory-Domänen inventarisieren
- HBAC-Regeln prüfen, die lokale oder IdM-Benutzer nennen, deren Kurznamen auch in vertrauenswürdigen Domänen existieren, und diese wo möglich auf Gruppen oder vollqualifizierte Identitäten beschränken; zuerst in einer Testumgebung prüfen
- Das SSSD-Update des eigenen Distributors installieren, sobald ein korrigiertes Paket veröffentlicht ist, und die Version mit der Herstellerwarnung abgleichen
- Authentifizierungsprotokolle auf Zugriffe von Konten vertrauenswürdiger Domänen auf sensible Hosts überwachen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-104048 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2478613 bugzilla.redhat.com
- SSSD upstream PR #9508 github.com
- SSSD backport PR #9537 github.com
- SSSD backport PR #9538 github.com
- OSV record CVE-2026-104048 osv.dev
- OpenCVE CVE-2026-104048 app.opencve.io
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 20:43.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
