IT SBIT Services
Schneeberger
DEEN
CVE-Tracker

CRI-O: Sandbox-Zustandsvergiftung über Pod-Annotationen kann Runtime-Socket offenlegen

CVE-2026-62146Hoch 7.8Exploit öffentlich

← Alle Schwachstellen

Zusammenfassung

Eine Schwachstelle an der Vertrauensgrenze in der Persistenz des Sandbox-Zustands von CRI-O erlaubt es, dass durch Angreifer beeinflusste Pod-Annotationen oder Labels die reservierten Sandbox-Verwaltungsdaten von CRI-O überschreiben. Nach einem Neustart von CRI-O oder des Nodes kann ein späteres Neuerstellen eines Containers in dieser Sandbox eine Host-seitige Runtime-Management-Ressource innerhalb des Containers offenlegen, was einen Container-Ausbruch ermöglichen kann. Voraussetzung sind die Berechtigung zum Erstellen oder Ändern von Pods sowie ein Neustart und eine Neuerstellung des Containers; die Angriffskomplexität ist hoch.

Betroffen

  • Red Hat OpenShift Container Platform 4.16 (CRI-O-1.29.x-Pakete; laut CVE-Eintrag sind Versionen vor 1.29.13-16.rhaos4.16.git84cfdc6.el8 betroffen)
  • Red Hat OpenShift Container Platform 5 (standardmässig als betroffen aufgeführt)
  • Upstream-Versionen von CRI-O, die reservierte Sandbox-Metadaten zusammen mit nicht vertrauenswürdigen Annotationen speichern und als vertrauenswürdig neu laden (genaue Upstream-Bereiche unbekannt)

Behoben in

  • Red Hat OpenShift Container Platform 4.16: RHSA-2026:89713 (OpenShift Container Platform 4.16.74 RPM-Pakete, cri-o-1.29.13-16.rhaos4.16.git84cfdc6)
  • Upstream: Backports laut Berichten in v1.34.12 sowie in den Branches release-1.25 und release-1.32
  • Andere Distributionen und Branches: Unbekannt.

Umgehung

  • Es gibt keine vollständige Workaround-Lösung.
  • Beschränken Sie über RBAC- oder Admission-Richtlinien, wer Pods erstellen oder ändern und beliebige Annotationen setzen darf.
  • Reduzieren Sie unnötige Neustarts von CRI-O und Node-Neustarts.
  • Überwachen Sie nach Runtime-Neustarts auf ungewöhnliche Container-Mounts (zum Beispiel unter /dev/shm).

Ausnutzung

  • Keine Hinweise auf eine Ausnutzung gefunden.
  • CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
  • Laut einem Tracker ist kein öffentlicher Proof of Concept bekannt.
  • Status als aktiv ausgenutzte Schwachstelle: Nicht verifiziert.

Unsere Empfehlung

  • Prüfen Sie, wo CRI-O in Ihrer Umgebung läuft (OpenShift, RKE2, verwaltete Kubernetes-Nodes, RHEL mit cri-o).
  • Spielen Sie den Herstellerpatch ein, etwa RHSA-2026:89713 für OpenShift 4.16, über den offiziellen Update-Kanal ein.
  • Beschränken Sie bis zur Behebung das Erstellen von Pods und das Setzen von Annotationen und überwachen Sie nach Neustarts auf unerwartete Mounts.
  • Priorisieren Sie Cluster mit Mandanten oder nicht vertrauenswürdigen Workloads sowie CI-Runner, die nicht vertrauenswürdige Images ausführen.

Öffentliche Exploits

Links zu fremden Seiten, von uns nicht geprüft – Exploit-Code kann Schadsoftware enthalten. Nur in isolierten Testumgebungen verwenden.

Quellen der Recherche

Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 02.11.2026 07:34.

Referenzen der NVD (4)

Quellen

Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:

Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.

Betroffen? Wir helfen.

Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.