SUSE Rancher Manager: Server-side Request Forgery über Umgehung der Allowlist im Meta-Proxy
Zusammenfassung
Der Endpunkt /meta/proxy von SUSE Rancher Manager prüft seine Ziel-Allowlist an einer Stelle, die die Weiterleitung nicht verhindern kann. Abgelehnte Anfragen werden daher trotzdem gesendet. Ein authentifizierter Rancher-Benutzer kann den Rancher-Server dazu bringen, Anfragen an interne Dienste und in manchen Umgebungen an den Metadaten-Endpunkt der Cloud-Instanz zu senden und die Antworten einzusehen. Voraussetzung ist eine HTTP/1.1-Anfrage mit vollständiger Ziel-URL, die Rancher ohne einen HTTP-fähigen Proxy erreicht, der sie umschreibt. Der Standard-Ingress der Helm-Installation blockiert dies in der Regel, andere Zugangswege jedoch nicht.
Betroffen
- Rancher 2.15.0 bis vor 2.15.3
- Rancher 2.14.0 bis vor 2.14.7
- Rancher 2.13.0 bis vor 2.13.11
- Rancher 2.12.0 bis vor 2.12.15
- Rancher 2.11.0 bis vor 2.11.19
- Ältere EOL-Versionen: möglicherweise betroffen, keine bestätigte Versionsliste
Behoben in
- Rancher 2.15.3
- Rancher 2.14.7
- Rancher 2.13.11
- Rancher 2.12.15
- Rancher 2.11.19
Umgehung
- Es gibt keine Workaround-Massnahme, die das Problem vollständig behebt; ein Update ist erforderlich.
- Den gesamten Zugriff auf Rancher über einen HTTP-fähigen Reverse-Proxy oder Ingress-Controller führen, nicht über einen Layer-4-Load-Balancer, TLS-Passthrough, direkten Service-Zugriff, hostPort oder hostNetwork.
- NetworkPolicy-Regeln anwenden, damit Workload-Pods die Rancher-Service-Ports nicht direkt erreichen können.
- Den ausgehenden Verkehr des Rancher-Servers einschränken, sodass dieser keine internen Dienste oder den Metadaten-Endpunkt der Cloud erreichen kann.
Ausnutzung
Unbekannt. Zum Zeitpunkt der Erfassung wurden kein öffentlicher Proof of Concept und keine Hinweise auf aktive Ausnutzung gefunden.
Unsere Empfehlung
- Alle Rancher-Instanzen und deren Versionen erfassen und prüfen, ob EOL-Linien unterhalb von 2.11 im Einsatz sind.
- Jede Linie so rasch wie möglich auf die jeweils korrigierte Version aktualisieren.
- Die genannten Netzwerkmassnahmen nur als vorübergehende Risikominderung einsetzen.
- Die Rancher-Server-Logs auf verdächtige Proxy-Anfragen prüfen; Logeinträge allein bestätigen nicht, ob eine Anfrage weitergeleitet wurde.
- Bei vermuteter Ausnutzung Zugangsdaten und API-Token rotieren, die vom Rancher-Server aus erreichbar sind, einschliesslich Cloud-Zugangsdaten aus den Instanz-Metadaten.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-f9gf-wh3x-jx3v github.com
- SUSE Rancher security advisories and CVEs ranchermanager.docs.rancher.com
- Rancher v2.15.3 release github.com
- GitHub Security Advisory GHSA-x82x-2qj6-5rm2 (companion advisory) github.com
- Strix CVE-2026-88809 www.strix.ai
- SUSE Rancher Manager 2.15 CVEs documentation.suse.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 02.11.2026 17:37.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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