Red Hat OpenShift Container Platform: Informationsoffenlegung über Verzeichnisauflistung im Image-Server
Zusammenfassung
Der image-customization-controller in der Bare-Metal-Provisionierung von OpenShift betreibt einen nicht authentifizierten HTTP-Image-Server auf Port 8084, der alle bereitgestellten Images in einem durchsuchbaren Verzeichnis auflistet. Ein angrenzender Angreifer im Provisionierungsnetzwerk kann die Image-UUIDs ermitteln, die Images herunterladen und die eingebettete Ignition-Konfiguration extrahieren. Dadurch können das Cluster-Pull-Secret und, falls konfiguriert, der SSH-Schlüssel des RAMDISK offengelegt werden.
Betroffen
- Red Hat OpenShift Container Platform 4 (Standard: betroffen)
- Red Hat OpenShift Container Platform 5 (Standard: betroffen, vom CNA aufgeführt; nicht verifiziert)
- Genaue betroffene Versionsbereiche: Unbekannt.
Behoben in
Unbekannt. In den geprüften Quellen ist keine korrigierte Version bestätigt.
Umgehung
- Die Verzeichnisauflistung kann ohne Codeänderung weder deaktiviert noch durch Authentifizierung geschützt werden.
- Den Zugriff auf den TCP-Port 8084 am Pod des image-customization-controller auf die benötigten BMC- und Provisionierungsnetzwerk-Hosts beschränken, mittels NetworkPolicy oder Firewall-Regeln.
- Den Zugriff auf Port 8084 von Workload-Pods blockieren.
- Bei vermutetem unberechtigtem Zugriff auf das Provisionierungsnetzwerk die möglicherweise offengelegten Pull-Secrets und SSH-Schlüssel rotieren.
Ausnutzung
- Red Hat stuft die Schwachstelle als Important ein (CVSS 7.1, angrenzendes Netzwerk, keine Berechtigungen, keine Benutzerinteraktion).
- Es wurden kein öffentlicher Proof of Concept, kein Metasploit- oder Exploit-DB-Modul und keine Nuclei-Vorlage gefunden.
- Es wurden keine Hinweise auf Ausnutzung in freier Wildbahn und keine Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog gefunden.
- VulDB bewertet die Schwachstelle mit 5.3 und CWE-200; als Basis wird hier vom CNA-Vektor ausgegangen.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob die Organisation OpenShift-Bare-Metal-Provisionierung (IPI) betreibt. Falls nicht, ist die CVE voraussichtlich nicht anwendbar.
- Falls ja, das Provisionierungsnetzwerk jetzt segmentieren und mit einem Scan aus anderen VLANs prüfen, dass Port 8084 aus Benutzer- oder Gast-Netzwerken nicht erreichbar ist.
- Controller-Logs auf unerwartete Anfragen prüfen und bei vermuteter Offenlegung das Cluster-Pull-Secret und einen allfälligen RAMDISK-SSH-Schlüssel rotieren.
- Den Red-Hat-Fix nach Veröffentlichung und Bestätigung einspielen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-82976 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2526334 bugzilla.redhat.com
- Red Hat Jira OCPBUGS-105396 redhat.atlassian.net
- image-customization-controller source repository github.com
- VulDB entry 430522 vuldb.com
- Offseq threat radar entry radar.offseq.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 03.11.2026 20:35.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
