Linux-Kernel: Use-after-free durch Race Condition in FireWire-Split-Transaktionen
Zusammenfassung
Eine Race Condition im FireWire-Core des Linux-Kernels (drivers/firewire) erlaubt es, dass der Antwort-Handler und der Timeout-Callback für Split-Transaktionen denselben ausstehenden Transaktionseintrag verarbeiten. Dies kann zu einem Use-after-free auf Seiten des Transaktionsinitiators führen. Die Schwachstelle betrifft einen lokalen Kernel-Codepfad und ist nur auf Systemen relevant, auf denen der FireWire-Stack geladen und erreichbar ist; die Maintainer halten ein Auftreten in der Praxis für unwahrscheinlich.
Betroffen
- Linux-Kernel 6.19 und neuer, vor den korrigierten Stable-Versionen (gemäss CNA-Eintrag und OSV: eingeführt in 6.19.0)
- Die Quellen widersprechen sich bezüglich des genauen Bereichs; der CNA-Eintrag nennt den Commit fa2dc27100768a8a994c377051fa17a47cc66c76 als Beginn des betroffenen Bereichs
- Kernel von Distributionen können betroffen sein; Ubuntu führt den Status zum Zeitpunkt der Recherche als Needs evaluation
Behoben in
- Linux-Kernel 7.2.13 (gemäss OSV)
- Stable-Commits a8caee0e623ca5d56e829032f9ec073c09e4d224 und 7f9f2d6abc40f79e802b4063859eda343043b85c
- Die genaue korrigierte Kernel-Version entnehmen Sie dem Advisory Ihrer Distribution
Umgehung
- Kein vom Hersteller dokumentierter Workaround; die Lösung ist der Kernel-Patch
- Vorschlag, nicht aus einer Quelle: Falls keine FireWire-Hardware verwendet wird, die Module firewire_ohci und firewire_core auf die Blacklist setzen oder entladen und FireWire wo möglich im BIOS/UEFI deaktivieren (Modulnamen vorher auf dem System prüfen)
Ausnutzung
- Nicht im CISA KEV; keine Quelle meldet eine Ausnutzung
- Zum Zeitpunkt der Recherche wurde kein öffentlicher Proof-of-Concept gefunden
- Die Pull Request des Maintainers hält das Auftreten des Problems in der Praxis für unwahrscheinlich
Unsere Empfehlung
- Den korrigierten Kernel Ihrer Distribution im Rahmen der regulären Kernel-Wartung installieren
- Mit lspci oder dmesg auf FireWire-Hardware prüfen; Systeme mit FireWire-Hardware priorisieren, etwa Audio- oder Video-Workstations
- Auf Systemen ohne FireWire-Nutzung die FireWire-Module auf die Blacklist setzen oder entladen
- Den Ausnutzungsstatus später erneut prüfen, da der CVSS-Wert 8.8 und der EPSS-Wert nicht verifiziert werden konnten
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Linux stable commit 7f9f2d6abc40f79e802b4063859eda343043b85c git.kernel.org
- Linux stable commit a8caee0e623ca5d56e829032f9ec073c09e4d224 git.kernel.org
- Ubuntu CVE tracker CVE-2026-99185 ubuntu.com
- OffSeq radar CVE-2026-99185 radar.offseq.com
- Maintainer pull request commit (Toradex mirror) git.toradex.cn
- Threatint CVE-2026-99185 cve.threatint.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 14:22.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
