Linux Kernel i.MX SPI-Treiber: Slab-Speicherkorruption in DMA-Puffern
Zusammenfassung
Der i.MX SPI-Treiber (spi: imx) im Linux-Kernel alloziert seine privaten DMA-TX/RX-Puffer kleiner, als die Länge ist, die er mappt, synchronisiert und wieder freigibt. Die DMA-API greift daher auf Speicher jenseits des Endes jeder Allokation zu, was den Slab-Speicher des Kernels korrumpieren kann. Der Melder beobachtete unter hoher RPMSG-Last auf einem i.MX8MP-Board mit einem über SPI angebundenen CAN-Controller Refcount-Warnungen, ein Muster einer Use-after-Free-Situation und einen Kernel-Oops. Der CVE-Eintrag beschreibt keinen Angriffspfad aus dem Netzwerk; eine Ausnutzung würde lokalen Zugriff mit niedrigen Berechtigungen erfordern.
Betroffen
- Linux-Kernel ab Commit faa8e404ad8e bis vor den korrigierenden Commits (CVE-Eintrag)
- Linux-Kernel ab 7.0.0 bis vor 7.2.13 (OSV)
- Drittquellen widersprechen sich beim genauen Bereich (VulDB: bis 7.2.12; OffSeq: 7.0.0 bis 7.3.0)
Behoben in
- Stable-Commits 2777f6637da02da84c9c1ff92f413ce0f0995084 und 59eb22641f0c526dd064390b11cff99ae87c2858
- Linux-Kernel 7.2.13 (OSV)
- Fix-Versionen von Distributionen und BSP: Unbekannt.
Umgehung
Unbekannt. Die Quellen dokumentieren keine Workaround-Massnahme. Einen Kernel mit dem Fix einsetzen.
Ausnutzung
- OffSeq: nicht als ausgenutzt bekannt
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden
- EPSS: 0.16 % (Perzentil 5)
- Ausnutzung in freier Wildbahn: nichts bekannt
Unsere Empfehlung
- I.MX-basierte Geräte (Gateways, HMIs, Industriesteuerungen) mit SPI-Peripherie und DMA inventarisieren.
- Bei Geräte- und BSP-Herstellern nachfragen, ob ihre Kernel den Stable-Fix enthalten, und ein Update verlangen.
- Den korrigierten Kernel einspielen, sobald er für Distribution oder Gerät verfügbar ist.
- Herstellerwarnungen verfolgen, da Ubuntu und Debian zum Zeitpunkt der Recherche noch keine Fixes veröffentlicht hatten.
- Büro-Server und Arbeitsstationen sind in der Regel nicht betroffen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Linux stable commit 2777f6637da02da84c9c1ff92f413ce0f0995084 git.kernel.org
- Linux stable commit 59eb22641f0c526dd064390b11cff99ae87c2858 git.kernel.org
- Ubuntu security notice CVE-2026-99164 ubuntu.com
- Vulners Debian CVE entry CVE-2026-99164 vulners.com
- VulDB entry 427841 vuldb.com
- Strix CVE entry CVE-2026-99164 www.strix.ai
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 22:01.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
