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CVE-Tracker

Linux-Kernel libiscsi: Fehlende Validierung des ITT in Reject-PDU

CVE-2026-99153Kritisch 9.8

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Zusammenfassung

Die iSCSI-Initiator-Bibliothek (libiscsi) im Linux-Kernel vertraut dem in einer Reject-PDU vom iSCSI-Target zurückgegebenen Initiator Task Tag (ITT), ohne ihn zu prüfen. Ein böswilliges oder kompromittiertes Target kann jeden Task im Pool benennen, was einen Absturz des Kernels (Denial of Service) verursachen oder einen laufenden SCSI-Lesevorgang fälschlich als erfolgreich abschliessen kann, sodass Daten stillschweigend beschädigt werden. Ein Angriff setzt eine bestehende iSCSI-Session voraus, daher ist die realistische Bedrohung ein kompromittiertes Storage-Target oder ein Angreifer, der iSCSI-Verkehr im Storage-Netzwerk abfangen kann.

Betroffen

  • Linux-Kernel-Versionen mit Commit 8afa1439fcff58da8f28c1d083046f229f6ab3de und neuer, vor den in den Stable-Zweigen aufgeführten Fixes.
  • Gemäss CNA-Eintrag sind die Stable-Zweige 5.10.273, 5.15.224, 6.1.191, 6.6.161, 6.12.115, 6.18.59 und 7.2.13 nicht betroffen.
  • Die genauen betroffenen Versionsbereiche sind nicht vollständig bestätigt; anhand der Kernel-Commits prüfen.
  • Relevant sind nur Linux-Systeme als iSCSI-Initiatoren. Windows und VMware ESXi sind nicht betroffen.

Behoben in

  • Behoben in den Stable-Kernel-Versionen 5.10.273, 5.15.224, 6.1.191, 6.6.161, 6.12.115, 6.18.59 und 7.2.13 (gemäss CNA-Eintrag und OSV).
  • Upstream-Fix-Commits: 21ef746340ce246344f34278e205b8960c1d8874, 3637a4ad1d07477f1c60609876da6b60154d224b, 576125e7382a7826bd6c3c1ca4d9c582ed5be21d, 7215a69b6456fda79c0935c2959045dff3fcaac8, c5958c770b2a0ee492414e26b07da9164a0d1f5d, d20583a9dbe0d32a9af8384c857c95c0fc115103, d79343ae3223b3f7f74b55e79f8a1371fa3f4b1a, ebb8c5ef2aabf66895253600e8390e8fc7094807.
  • Ubuntu: noch kein gefixter Kernel veröffentlicht (Status Needs evaluation).

Umgehung

  • Kein vom Hersteller veröffentlichter Workaround gefunden.
  • Linux-Initiatoren nur mit vertrauenswürdigen iSCSI-Targets verbinden.
  • iSCSI-Verkehr in einem dedizierten Storage-VLAN ohne Internetzugang führen.
  • CHAP oder IPsec aktivieren, soweit die Storage-Plattform dies unterstützt.

Diese Massnahmen reduzieren die Exposition, sind aber kein vollständiger Fix.

Ausnutzung

  • Ausnutzung in freier Wildbahn: keine Hinweise gefunden; laut OffSeq nicht als ausgenutzt bekannt.
  • Öffentlicher Proof of Concept: in den geprüften Verzeichnissen nicht gefunden.
  • Der Patch-Autor hat den Absturz mit einem Kernel-Testaufbau reproduziert, bei dem ein Proxy eine Reject-PDU einschleuste; dies ist kein öffentlicher Exploit.
  • Die Schweregrade weichen voneinander ab: CVSS 9.8 wie angegeben, OffSeq High, Ubuntu Medium.
  • EPSS: 0.18 % (Perzentil 8).

Unsere Empfehlung

  • Linux-Hosts mit iSCSI-Sessions inventarisieren (zum Beispiel mit iscsiadm).
  • Das Kernel-Update des Herstellers installieren, sobald die Distribution einen gefixten Kernel veröffentlicht; gegen die aufgeführten Fix-Commits prüfen.
  • iSCSI-Verkehr in einem dedizierten Storage-Netzwerk isolieren und sicherstellen, dass nur vertrauenswürdige Targets konfiguriert sind.
  • Kernel-Logs auf iSCSI-Fehler, Abstürze oder Warnungen überwachen (zum Beispiel WARN_ON in libiscsi).

Öffentliche Exploits

In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.

Quellen der Recherche

Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 14:21.

Referenzen der NVD (8)

Quellen

Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:

Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.

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