Linux-Kernel CIFS/SMB-Client: Out-of-Bounds-Schreibzugriff bei SetEA-Anfragen
Zusammenfassung
Der CIFS/SMB-Client des Linux-Kernels schreibt Werte von erweiterten Dateiattributen in einen SMB1-Anfragepuffer, ohne zu prüfen, ob sie hineinpassen. Ein lokaler Benutzer mit einem Konto auf einem System mit eingebundener SMB1-Freigabe kann über setxattr(2) mit einem grossen Wert einen Out-of-Bounds-Schreibzugriff auslösen. Die Folge ist eine Speicherbeschädigung im Kernel, am wahrscheinlichsten ein Absturz; eine Rechteerweiterung wird in den Quellen nicht beschrieben.
Betroffen
- Linux-Kernel, CIFS/SMB-Client (fs/smb/client), SMB1-Pfad CIFSSMBSetEA()
- Eingeführt in 2.6.12 laut OSV und CVE-Eintrag; die genauen betroffenen Versionen sind durch eine primäre Quelle noch nicht bestätigt
- Upstream behoben durch die Commits 4aa2c106aef4bf3dfd97c30842db0767b26e8428 und 9efbd764ab80fa86d2258550877a74d78a25e855
Behoben in
- Upstream behoben in den Commits 4aa2c106aef4bf3dfd97c30842db0767b26e8428 und 9efbd764ab80fa86d2258550877a74d78a25e855
- Behobene Kernel-Versionen pro Distribution: Unbekannt.
Umgehung
- SMB-Freigaben mit SMB 2.x oder 3.x einbinden (zum Beispiel vers=3.0 oder höher) statt SMB1, wodurch der betroffene Codepfad für diese Einbindungen entfällt (Ableitung, keine Herstellerangabe)
- SMB1-Unterstützung im Kernel wo möglich deaktivieren (CONFIG_CIFS_ALLOW_INSECURE_LEGACY); für die eigene Kernel-Version prüfen
- Auf Mehrbenutzer-Linux-Systemen einschränken, welche lokalen Benutzer ältere SMB-Freigaben einbinden können
Ausnutzung
- Es wurden keine Hinweise auf eine Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden.
- Es wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
- EPSS: 0.16 % (Perzentil 5).
Unsere Empfehlung
- Linux-Systeme identifizieren, die SMB1-Freigaben einbinden, zum Beispiel alte NAS-Geräte oder Appliances.
- Diese Einbindungen wo möglich auf SMB 2.x/3.x umstellen und SMB1 im Kernel deaktivieren.
- Das Kernel-Update mit dem Upstream-Fix im normalen Update-Zyklus installieren und die Advisories der eigenen Distribution auf die behobene Version prüfen.
- Die Priorität nur auf Mehrbenutzer-Linux-Systemen erhöhen, die SMB1-Freigaben einbinden.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Linux kernel stable commit 4aa2c106aef4bf3dfd97c30842db0767b26e8428 git.kernel.org
- Linux kernel stable commit 9efbd764ab80fa86d2258550877a74d78a25e855 git.kernel.org
- Ubuntu security tracker CVE-2026-99109 ubuntu.com
- Vulners Debian CVE entry CVE-2026-99109 vulners.com
- Armbian kernel patches 2026-11-01 github.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 22:05.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
