Linux Kernel RDMA/siw: Schreibzugriff ausserhalb des Speichers in iWARP-Headerverarbeitung
Zusammenfassung
Der siw-Treiber, eine Software-Implementierung von RDMA über TCP im Linux-Kernel, begrenzt die Kopierlänge nicht korrekt, wenn ein erweiterter DDP/RDMAP-Header über mehrere TCP-Callbacks verteilt eintrifft. Dadurch können Empfangsdaten überschrieben werden, was zu einem Schreibzugriff ausserhalb des vorgesehenen Speicherbereichs führen kann. Der CNA bewertet die Lücke mit 9.8 (kritisch) mit Netzwerkvektor, ohne erforderliche Berechtigungen und ohne Benutzerinteraktion. Sie betrifft nur Systeme, auf denen der siw-Treiber geladen und über das Netzwerk erreichbar ist.
Betroffen
- Linux-Kernel-Versionen mit siw-Treiber, wie in den Datensätzen des CNA und von OSV aufgeführt (zum Beispiel ab 5.10.150 bis zu den unten genannten korrigierten Versionen)
- Die Bereiche unterscheiden sich zwischen den Datensätzen des CNA und von OSV; prüfen Sie Ihren Kernel-Zweig anhand der Sicherheitshinweise Ihrer Distribution.
Behoben in
- 5.10.271
- 5.15.222
- 6.1.189
- 6.6.158
- 6.12.112
- 6.18.54
- 7.2.8
Kernel von Distributionen können andere Versionsnummern verwenden. Die Upstream-Korrekturen sind in den Quellen aufgeführt.
Umgehung
- siw-Modul entladen, falls es nicht benötigt wird, und das Laden über die modprobe-Konfiguration unterbinden (Blacklist)
- Keine weitere Massnahme bekannt.
Ausnutzung
Zum Zeitpunkt der Erstellung wurde kein öffentlicher Proof of Concept und keine bestätigte Ausnutzung gefunden.
Unsere Empfehlung
- Prüfen Sie, ob das siw-Modul geladen ist (zum Beispiel mit lsmod | grep siw) und ob es verwendet wird.
- Falls es nicht benötigt wird, entladen Sie es und setzen Sie es auf die Blacklist.
- Falls es benötigt wird, aktualisieren Sie den Kernel auf eine korrigierte Version Ihrer Distribution oder des Stable-Zweigs.
- Verfolgen Sie die Sicherheitshinweise Ihrer Distribution auf Updates.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- OSV: CVE-2026-98323 osv.dev
- OSV (Ubuntu): UBUNTU-CVE-2026-98323 osv.dev
- Linux stable commit 262dcd809723723ed8a4e05437ec7e9c21a8f17e git.kernel.org
- Linux stable commit 2c6fbcf4bfac0b2b186acc8d91154c0fa24468a7 git.kernel.org
- Linux stable commit eb4d7a946970469b3ab0c762432bf161d5b0836c git.kernel.org
- SUSE CVE: SUSECVE-CVE-2026-98323 vulners.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 21:10.
Referenzen der NVD (8)
- https://git.kernel.org/stable/c/262dcd809723723ed8a4e05437ec7e9c21a8f17e
- https://git.kernel.org/stable/c/2c6fbcf4bfac0b2b186acc8d91154c0fa24468a7
- https://git.kernel.org/stable/c/8628f8ebf41669302513fb3f0bf0eba38b226742
- https://git.kernel.org/stable/c/9ff797e516dbc1ecb73701ec4c24055712d44411
- https://git.kernel.org/stable/c/af9f5b474a260ad23ffb9793d716a5e3bbce3b48
- https://git.kernel.org/stable/c/b72dcfb9bf1f0f0147cda03dc59e4002a315067f
- https://git.kernel.org/stable/c/e6bdfdf3bcb02d0d626a45e8c98b7e63d2fddf9d
- https://git.kernel.org/stable/c/eb4d7a946970469b3ab0c762432bf161d5b0836c
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
