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TianoCore EDK II: Out-of-bounds Write im PXE-Treiber ermöglicht Codeausführung vor dem Booten

CVE-2026-97631Kritisch 9.5Exploit öffentlich

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Zusammenfassung

EDK II, die Open-Source-Firmware-Basis vieler UEFI-Firmware-Implementierungen, enthält eine Schwachstelle im PXE-Netzwerkboot-Treiber, die vor dem Start des Betriebssystems eine Remote Code Execution ermöglicht. Übergrosse ICMP-Fehlermeldungen überschreiben Speicher, während ein Rechner per PXE über IPv4 oder IPv6 startet. Ein nicht authentifizierter Angreifer, der während des PXE-Starts eine solche Meldung an den Client senden kann, kann Code ausführen, bevor das Betriebssystem und Secure Boot starten, oder den Startvorgang zum Absturz bringen.

Betroffen

  • TianoCore EDK2 (NetworkPkg, PXE Base Code-Treiber UefiPxeBcDxe), Versionen 0 bis einschliesslich edk2-stable202608
  • Firmware und virtuelle Maschinen-Images, die auf betroffenem EDK2-Code basieren; der genaue Status der Hersteller ist unbekannt.

Behoben in

Unbekannt. Eine Korrektur existiert im EDK-II-Master (PR #13302), jedoch enthält noch kein stabiles Release diese Korrektur. Das Advisory führt die gepatchten Versionen als "Not patched currently" auf.

Umgehung

  • PXE-Netzwerkboot auf Systemen deaktivieren, die ihn nicht benötigen, nachdem der Out-of-Band-Zugriff (BMC, iLO, iDRAC) bestätigt wurde.
  • PXE- und Provisioning-Netze isolieren.
  • Systeme, die nur von der Festplatte booten, sind laut Berichten nicht betroffen.

Ausnutzung

  • Keine Ausnutzung in freier Wildbahn gemeldet.
  • Nicht im CISA-KEV-Katalog aufgeführt (geprüft am 28. Oktober 2026).
  • Kein öffentlicher Exploit gefunden. Der Korrekturcode ist öffentlich, was die Analyse des Patches erleichtern kann.
  • EPSS stuft eine Ausnutzung als unwahrscheinlich ein (0,43 %).

Unsere Empfehlung

  • Server und Geräte mit aktiviertem UEFI und PXE- bzw. Netzwerkboot inventarisieren.
  • PXE deaktivieren, wo er nicht benötigt wird; wo er benötigt wird, auf isolierte Provisioning-VLANs beschränken.
  • Server-, BMC- und Firmware-Hersteller nach signierten Korrekturen und Veröffentlichungsterminen fragen und diese bei Verfügbarkeit einspielen.
  • Das GHSA-Advisory und den NVD-Eintrag bis zur Veröffentlichung einer Korrektur wöchentlich überprüfen.

Öffentliche Exploits

Links zu fremden Seiten, von uns nicht geprüft – Exploit-Code kann Schadsoftware enthalten. Nur in isolierten Testumgebungen verwenden.

Quellen der Recherche

Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 23:31.

Referenzen der NVD (6)

Quellen

Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:

Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.

Betroffen? Wir helfen.

Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.