rsyslog: Path Traversal über dynaFile-Templates im omfile-Modul
Zusammenfassung
Die dynaFile-Funktion des omfile-Moduls von rsyslog erstellt Ausgabedateipfade aus Templates. Wenn ein Template einen durch unvertrauenswürdige Eingaben beeinflussten Wert als Pfadbestandteil ohne explizite Secure-Path-Behandlung verwendet, kann der resultierende Pfad das vorgesehene Log-Verzeichnis verlassen, und rsyslog kann Dateien an anderer Stelle erstellen oder erweitern. Die Ausnutzung setzt voraus, dass ein Angreifer die Eingabe beeinflussen kann, eine explizit eingerichtete unsichere Konfiguration vorliegt und die Dateisystemrechte den Schreibzugriff erlauben; Codeausführung ist in Standardkonfigurationen nicht repräsentativ.
Betroffen
- rsyslog-Versionen ab 1.15.0 bis einschliesslich 8.2610.0
- Nur Konfigurationen mit einer omfile-Aktion mit dynaFile und unvertrauenswürdigen Werten in Pfadbestandteilen ohne securepath, secpath-drop oder secpath-replace
- Standardkonfigurationen von Debian und Ubuntu sind laut Hersteller nicht betroffen
Behoben in
- Unbekannt. Im Herstellerhinweis ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine gepatchte Version bestätigt.
- Der Status bei den Distributionen ist uneinheitlich; vor dem Verlassen auf einen Fix bei der Distribution prüfen.
Umgehung
- Explizite Secure-Path-Behandlung (securepath, secpath-drop oder secpath-replace) für jeden unvertrauenswürdigen Wert in dynaFile-Templates anwenden.
- global(compatibility.defaults.secure="warn") setzen, um betroffene Templates zu finden, oder "strict", wo kompatibel.
- Unvertrauenswürdige Felder wie hostname und app-name nicht in dynaFile-Pfadtemplates verwenden.
- rsyslog mit minimalen Rechten betreiben und die Betriebssystem-Isolation beibehalten (MAC, systemd-Sandboxing, Dateisystemrechte).
Ausnutzung
- Bekannte Ausnutzung in freier Wildbahn: kein Nachweis gefunden.
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
- Öffentlicher Proof of Concept: unbekannt.
Unsere Empfehlung
- rsyslog-Konfigurationen auf omfile-Aktionen mit dynaFile prüfen und unvertrauenswürdige Eingaben in Pfadbestandteilen identifizieren.
- Betroffene Templates mit explizite Secure-Path-Behandlung absichern; dazu den warn-Modus verwenden.
- Den Zugriff auf rsyslog-Eingaben nach Quell-IP oder Netzwerk einschränken.
- Herstellerupdates einspielen, sobald eine bestätigte korrigierte Version veröffentlicht ist, und das GitHub-Advisory beobachten.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-xmp9-244p-5ggv github.com
- rsyslog v8.2610.0 release github.com
- rsyslog release overview www.rsyslog.com
- Amazon Linux advisory CVE-2026-92709 explore.alas.aws.amazon.com
- Ubuntu CVE-2026-92709 ubuntu.com
- Red Hat RHSA-2026:67583 access.redhat.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 18:06.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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