MariaDB Server: Umgehung der Tabellennamen-Kodierung über das Präfix #mysql50# erlaubt Dateizugriff
Zusammenfassung
Das Präfix #mysql50# im MariaDB Server erlaubt es, dass ein Tabellenname die übliche Kodierung im Dateisystem umgeht, sodass er auf Dateien unter ihren alten, unkodierten Namen zeigen kann. Ein authentifizierter Benutzer, der Tabellennamen erstellen oder verändern kann, kann dies auslösen und damit Abstürze, Datenkorruption, Datenabfluss und laut Hersteller auch Remote Code Execution verursachen. Der Hersteller stuft die Schwachstelle als kritisch (CVSS 9.9) ein und nennt einen geänderten Scope, sodass die Auswirkungen über die Datenbank selbst hinausreichen können.
Betroffen
- MariaDB Server 10.6.1 bis 10.6.27
- MariaDB Server 10.11.1 bis 10.11.18
- MariaDB Server 11.4.1 bis 11.4.12
- MariaDB Server 11.8.1 bis 11.8.8
- MariaDB Server 12.3.1 bis 12.3.2
- MariaDB Server 13.0.1
- Ältere Zweige: Unbekannt.
Behoben in
- 10.6.28
- 10.11.19
- 11.4.13
- 11.8.9
- 12.3.3
- 13.0.2
- Distributions- und Enterprise-Server-Builds können eigene Nummerierungen und Backports verwenden; prüfen Sie die Advisories Ihres Herstellers.
Umgehung
Der Hersteller gibt an, dass es keine Workaround-Lösung gibt. Auf eine gefixte Version aktualisieren.
Ausnutzung
- CISA-SSVC-Bewertung: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
- In den Research-Notizen wurden keine Berichte über aktive Ausnutzung gefunden. Der CISA-KEV-Katalog wurde nicht geprüft.
- Einige Quellen melden öffentlichen Proof-of-Concept-Code, andere nicht. Der öffentliche Code soll eine Cache-Verwechslung zwischen präfixierten und unpräfixierten Namen zeigen, aber keinen Weg zur Code-Ausführung.
Unsere Empfehlung
- MariaDB Server ohne Verzug auf eine gefixte Version aktualisieren, auch auf Test- und internen Systemen.
- Installierte Paketversionen prüfen, nicht nur das Vorhandensein von MariaDB, und Advisories der Distribution oder des Enterprise Server konsultieren.
- CREATE- und ALTER-TABLE-Berechtigungen auf die Konten beschränken, die sie benötigen, und Anwendungsfunktionen prüfen, über die Benutzer Tabellennamen beeinflussen können.
- Den Datenbankport nicht aus dem Internet oder aus unvertrauenswürdigen Netzen erreichbar machen.
- Logs auf Tabellennamen mit #mysql50# prüfen, wobei das Präfix auch legitim verwendet wird.
- Internetseitig erreichbare, mandantenfähige und Shared-Hosting-Systeme priorisieren.
Öffentliche Exploits
Links zu fremden Seiten, von uns nicht geprüft – Exploit-Code kann Schadsoftware enthalten. Nur in isolierten Testumgebungen verwenden.
- Proof of Concept auf GitHub (1 Repositories)
SeanDishman/mariadb-cve-2026-92262
Quellen der Recherche
- MariaDB security advisory GHSA-65jj-h265-3m7h github.com
- MDEV-40362 Jira issue jira.mariadb.org
- MariaDB 10.6.28 release github.com
- MariaDB 10.11.19 release github.com
- MariaDB 11.4.13 release github.com
- MariaDB 11.8.9 release github.com
- MariaDB 12.3.3 release github.com
- MariaDB 13.0.2 release github.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 15:16.
Referenzen der NVD (10)
- https://github.com/MariaDB/server/commit/574ba66b2d6c5d71db83d416677876e9b592858e
- https://github.com/MariaDB/server/commit/f277eefa424850a8cba5c2371406047f6395e8bb
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-10.11.19
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-10.6.28
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-11.4.13
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-11.8.9
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-12.3.3
- https://github.com/MariaDB/server/releases/tag/mariadb-13.0.2
- https://github.com/MariaDB/server/security/advisories/GHSA-65jj-h265-3m7h
- https://jira.mariadb.org/browse/MDEV-40362
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
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