Microsoft Windows DNS Server: Schwachstelle für Remote Code Execution
Zusammenfassung
Ein nicht vertrauenswürdiger Pointer-Dereferenzierungsfehler in der Serverrolle Windows DNS Server erlaubt einem nicht authentifizierten Angreifer, über das Netzwerk Code aus der Ferne auszuführen. Microsoft stuft die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit als hoch ein, und die SSVC-Daten von CISA bewerten die technischen Auswirkungen als total. Es ist eine Benutzerinteraktion markiert (UI:R), daher sollte der genaue Auslöser bei Microsoft erfragt werden. Relevant ist die Lücke vor allem dort, wo ein Windows DNS Server aus nicht vertrauenswürdigen Netzen oder dem Internet erreichbar ist.
Betroffen
- Windows 10 Version 1607 und Windows Server 2016 (inklusive Server Core): Builds vor 10.0.14393.9612
- Windows 10 Version 1809 und Windows Server 2019 (inklusive Server Core): Builds vor 10.0.17763.9376
- Windows 10 Version 21H2: Builds vor 10.0.19044.7807
- Windows 10 Version 22H2: Builds vor 10.0.19045.7807 (ein Aggregator zeigt einen widersprüchlichen Bereich, bei Microsoft prüfen)
- Windows 11 Version 23H2: Builds vor 10.0.22631.7652
- Windows 11 Version 24H2: Builds vor 10.0.26100.9711
- Windows 11 Version 25H2: Builds vor 10.0.26200.9711
- Windows 11 Version 26H1: Builds vor 10.0.28000.3231
- Windows 11 Version 26H2: Builds vor 10.0.26300.9711
- Windows Server 2022: Builds vor 10.0.20348.5761
- Windows Server 2025: Die Research-Notizen nennen 10.0.26100.33650, was dem CNA-Bereich widerspricht; bei Microsoft prüfen
Behoben in
- Das Oktober-2026-Cumulative-Update für die jeweilige Windows-Version installieren (korrigierte Builds wie oben aufgeführt).
- Windows Server 2019 / Windows 10 1809: KB5126651 laut Tenable.
- Windows Server 2025: KB5126646 laut Tenable.
- Windows 10 1607 / Windows Server 2016: KB-Nummer unbekannt, sie ist im Microsoft Security Update Guide zu beziehen.
Umgehung
- Es ist kein offizieller Workaround des Herstellers bestätigt.
- Den DNS-Serverdienst mit einem Konto mit minimalen Rechten betreiben und dessen Berechtigungen einschränken (allgemeine Härtung, ersetzt das Patchen nicht).
- DNS-Serverrollen nicht aus nicht vertrauenswürdigen Netzen erreichbar machen; den Zugriff per Firewallregeln einschränken.
Ausnutzung
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, technische Auswirkungen total.
- Nicht im KEV-Katalog der CISA gelistet (Stand des OpenCVE-Snapshots).
- Kein öffentlicher Proof of Concept in der Recherche gefunden; vor der endgültigen Risikoakzeptanz erneut prüfen.
Unsere Empfehlung
- Alle Windows DNS Server identifizieren, insbesondere solche in Edge-, DMZ- oder internetexponierten Segmenten, und priorisieren.
- Das Oktober-2026-Sicherheitsupdate auf allen betroffenen Systemen einspielen und KB und Build-Nummer im Microsoft Security Update Guide prüfen.
- Den Zugriff auf DNS-Server mit Firewallregeln auf die nötigen Netze beschränken.
- DNS-Server-Logs und Endgeräte bis zur Behebung auf ungewöhnliche Aktivitäten überwachen.
- Den NVD-Status und die MSRC-Angaben bestätigen, da die Quellen voneinander abweichen.
Angaben von Microsoft (Patch Tuesday Oktober 2026)
- Schweregrad (Microsoft)
- Hoch
- Auswirkung
- Remotecodeausführung – Role: DNS Server
- Stand am Patch Tuesday
- Weder ausgenutzt noch öffentlich bekannt
- Einschätzung der Ausnutzbarkeit
- Ausnutzung weniger wahrscheinlich
- Produktfamilie
- Windows, Windows ESU (erweiterte Sicherheitsupdates)
- Updates (KB)
- KB5126651, KB5126655, KB5126657, KB5126646, KB5127648, KB5126653
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Microsoft Security Update Guide: CVE-2026-88114 msrc.microsoft.com
- OpenCVE: CVE-2026-88114 app.opencve.io
- Vulners CVELIST: CVE-2026-88114 vulners.com
- Vulners VULNRICHMENT: CVE-2026-88114 vulners.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 18:13.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
