Windows Management Instrumentation: Rechteausweitung durch Deserialisierung
Zusammenfassung
Ein lokaler Benutzer mit niedrigen Rechten kann eine Schwachstelle bei der Deserialisierung in Windows Management Instrumentation (WMI) ausnutzen, um erhöhte Rechte bis hin zu SYSTEM zu erlangen. Betroffen sind zahlreiche Builds von Windows 10, Windows 11 und Windows Server, einschliesslich Windows 10 Version 1607. Der CVSS-3.1-Basiswert beträgt 7.8, und für den Angriff ist ein lokaler Zugriff nötig, etwa ein Standardbenutzerkonto oder Schadsoftware. Microsoft meldet, dass die Schwachstelle nicht öffentlich bekannt und nicht ausgenutzt ist.
Betroffen
- Windows 10 Version 1607 (Enterprise LTSB 2016): 10.0.14393.0 bis < 10.0.14393.9612
- Windows 10 Version 1809: 10.0.17763.0 bis < 10.0.17763.9376
- Windows 10 Version 21H2: 10.0.19044.0 bis < 10.0.19044.7807
- Windows 10 Version 22H2: 10.0.19045.0 bis < 10.0.19045.7807
- Windows 11 Version 23H2: 10.0.22631.0 bis < 10.0.22631.7652
- Windows 11 Version 24H2: 10.0.26100.0 bis < 10.0.26100.9711
- Windows 11 Version 25H2: 10.0.26200.0 bis < 10.0.26200.9711
- Windows 11 Version 26H1: 10.0.28000.0 bis < 10.0.28000.3231
- Windows 11 Version 26H2: 10.0.26300.0 bis < 10.0.26300.9711
- Windows Server 2012 (inkl. Server Core): 6.2.9200.0 bis < 6.2.9200.26434
- Windows Server 2012 R2 (inkl. Server Core): 6.3.9600.0 bis < 6.3.9600.23470
- Windows Server 2016: 10.0.14393.0 bis < 10.0.14393.9612
Behoben in
- Windows 10 Version 1607: Build 10.0.14393.9612 (KB5126868, laut Microsoft Release Health)
- Windows 10 Version 1809: Build 10.0.17763.9376
- Windows 10 Version 21H2: Build 10.0.19044.7807
- Windows 10 Version 22H2: Build 10.0.19045.7807
- Windows 11 Version 23H2: Build 10.0.22631.7652
- Windows 11 Version 24H2: Build 10.0.26100.9711
- Windows 11 Version 25H2: Build 10.0.26200.9711
- Windows 11 Version 26H1: Build 10.0.28000.3231
- Windows 11 Version 26H2: Build 10.0.26300.9711
- Windows Server 2012: Build 6.2.9200.26434
- Windows Server 2012 R2: Build 6.3.9600.23470
- Windows Server 2016: Build 10.0.14393.9612
- Der Patch für Windows 10 Version 1607 ist nur für den genannten Build bestätigt; ob ESU diese CVE abdeckt, ist unbekannt.
Umgehung
Unbekannt. Microsoft hat für diese CVE keine Workaround bestätigt. Als allgemeine Praxis bei lokaler Rechteausweitung gilt: lokale Anmeldungen einschränken, unnötige Administratorrechte entfernen, Anwendungs-Allowlisting durchsetzen und ungepatchte Altgeräte vom Netzwerk isolieren.
Ausnutzung
- Microsoft: nicht öffentlich bekannt, nicht ausgenutzt.
- CISA-SSVC-Bewertung: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, totale technische Auswirkung.
- Im Rahmen der Recherche wurde kein öffentlicher Proof of Concept und kein Eintrag im CISA KEV gefunden. Das Fehlen von Nachweisen ist kein Beweis, dass keiner existiert.
- VulDB schätzt den Marktpreis eines Exploits auf etwa USD 5k bis 25k; dies ist kein Nachweis für einen funktionierenden Exploit.
Unsere Empfehlung
- Das Oktober-2026-Cumulative-Update für den eingesetzten Windows-Build installieren; die Build-Nummern der MSRC-Tabelle verwenden.
- Geräte mit Windows 10 Version 1607 (LTSB 2016) priorisieren, etwa Kioske, POS-Systeme, HMI und Thin Clients. Microsoft meldet das Ende des erweiterten Supports am 13. Okt. 2026. Bei Microsoft klären, ob ESU nötig ist, und eine Migration planen, zum Beispiel auf Windows 11 Enterprise LTSC 2024.
- Bis zum Patch lokale Konten und Administratorrechte einschränken und ungepatchte Altgeräte isolieren.
- Endpunkte auf ungewöhnliche Rechteänderungen und WMI-Aktivitäten überwachen.
- Den MSRC-Advisory prüfen, bevor Massnahmen als offiziell veröffentlicht werden.
Angaben von Microsoft (Patch Tuesday Oktober 2026)
- Schweregrad (Microsoft)
- Hoch
- Auswirkung
- Rechteausweitung – Windows Management Instrumentation
- Stand am Patch Tuesday
- Weder ausgenutzt noch öffentlich bekannt
- Einschätzung der Ausnutzbarkeit
- Ausnutzung weniger wahrscheinlich
- Produktfamilie
- Windows, Windows ESU (erweiterte Sicherheitsupdates)
- Updates (KB)
- KB5127648, KB5126651, KB5126655, KB5126657, KB5126646, KB5126653
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- MSRC Security Update Guide: CVE-2026-88091 msrc.microsoft.com
- Microsoft Learn: Windows 10 1607 and Windows Server 2016 release health learn.microsoft.com
- 4sysops: Windows 10 LTSB 2016 end of support and ESU 4sysops.com
- Vulners: MS:CVE-2026-88091 vulners.com
- OffSeq Radar: CVE-2026-88091 radar.offseq.com
- VulDB: CVE-2026-88091 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 02.11.2026 01:30.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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