Microsoft Windows DNS Server: Remote Code Execution im DNS-Server
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle in der Serverrolle Windows Domain Name Service (DNS) erlaubt es einem nicht authentifizierten Angreifer, über das Netzwerk aus der Ferne Code auszuführen. Die Ursache ist eine unsichere Zeigerdereferenzierung (CWE-822). Microsoft stuft die Schwachstelle als wichtig ein, mit einem CVSS-3.1-Basiswert von 8.8; laut Bewertung ist eine Benutzerinteraktion erforderlich. Das Risiko betrifft vor allem DNS-Server, die aus unvertrauenswürdigen Netzen erreichbar sind, etwa aus dem Internet, der DMZ oder aus Partner- und Gästenetzen.
Betroffen
- Windows 10 Version 1607: 10.0.14393.0 bis < 10.0.14393.9612
- Windows 10 Version 1809: 10.0.17763.0 bis < 10.0.17763.9376
- Windows 10 Version 21H2: 10.0.19044.0 bis < 10.0.19044.7807
- Windows 10 Version 22H2: 10.0.19045.0 bis < 10.0.19045.7807
- Windows 11 Version 23H2: 10.0.22631.0 bis < 10.0.22631.7652
- Windows 11 Version 24H2: 10.0.26100.0 bis < 10.0.26100.9711
- Windows 11 Version 25H2: 10.0.26200.0 bis < 10.0.26200.9711
- Windows 11 Version 26H1: 10.0.28000.0 bis < 10.0.28000.3231
- Windows 11 Version 26H2: 10.0.26300.0 bis < 10.0.26300.9711
- Windows Server 2012 (inkl. Server Core): 6.2.9200.0 bis < 6.2.9200.26434
- Windows Server 2012 R2 (inkl. Server Core): 6.3.9600.0 bis < 6.3.9600.23470
- Windows Server 2016: 10.0.14393.0 bis < 10.0.14393.9612
Hinweis: Windows-10-1607-Clients sind im CVE-Eintrag aufgeführt, die DNS-Serverrolle läuft jedoch normalerweise auf Serverversionen. Die betroffenen Systeme sind auf der MSRC-Seite zu prüfen.
Behoben in
Das Windows-Sicherheitsupdate vom Oktober 2026 für den betroffenen Build installieren. Fixe Builds gemäss CVE-Eintrag:
- Windows 10 1607 und Windows Server 2016: 10.0.14393.9612
- Windows 10 1809: 10.0.17763.9376
- Windows 10 21H2: 10.0.19044.7807
- Windows 10 22H2: 10.0.19045.7807
- Windows 11 23H2: 10.0.22631.7652
- Windows 11 24H2 und 25H2 und 26H2: 10.0.26100.9711 / 10.0.26200.9711 / 10.0.26300.9711
- Windows 11 26H1: 10.0.28000.3231
- Windows Server 2012 und 2012 R2: entsprechende Builds siehe MSRC-Seite
KB-Nummern: auf der MSRC-Seite bestätigen. Für Windows 10 1607 und Windows Server 2016 unbekannt.
Umgehung
Unbekannt. Microsoft hat keine Workaround-Massnahme veröffentlicht, die bestätigt werden konnte.
- Massnahme eines Drittanbieters: DNS-Server auf vertrauenswürdige Netze beschränken und eingehende DNS-Anfragen per Firewall-Regeln auf bekannte IP-Bereiche begrenzen.
- Dies sind nur Übergangsmassnahmen und beheben die Schwachstelle nicht.
Ausnutzung
- Einschätzung der Ausnutzbarkeit durch Microsoft: Unproven (E:U).
- CISA SSVC: Ausnutzung none, automatisierbar no, technische Auswirkung total.
- Nicht im Katalog Known Exploited Vulnerabilities (KEV) der CISA aufgeführt.
- EPSS etwa 0.56%.
- In unseren Recherchen wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; das Fehlen ist nicht bestätigt.
Unsere Empfehlung
- Alle Hosts mit der DNS-Serverrolle inventarisieren, inklusive älterer Installationen von Windows Server 2012 R2, 2016 und 2019, und deren Builds mit den fixen Versionen vergleichen.
- Zuerst die aus dem Internet erreichbaren DNS-Server und jene in der DMZ mit dem kumulativen Update vom Oktober 2026 patchen.
- DNS (Port 53) auf bekannte Netze beschränken und nur dann dem Internet aussetzen, wenn es zwingend nötig ist.
- Auf unerwartete Abstürze oder Neustarts des DNS-Dienstes achten, die auf Ausnutzungsversuche hinweisen können.
- Für rein intern erreichbare DNS-Server ist das Patchen im regulären monatlichen Zyklus vertretbar.
Angaben von Microsoft (Patch Tuesday Oktober 2026)
- Schweregrad (Microsoft)
- Hoch
- Auswirkung
- Remotecodeausführung – Role: DNS Server
- Stand am Patch Tuesday
- Weder ausgenutzt noch öffentlich bekannt
- Einschätzung der Ausnutzbarkeit
- Ausnutzung weniger wahrscheinlich
- Produktfamilie
- Windows, Windows ESU (erweiterte Sicherheitsupdates)
- Updates (KB)
- KB5127648, KB5126651, KB5126655, KB5126657, KB5126646, KB5126653
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Microsoft Security Update Guide: CVE-2026-85903 msrc.microsoft.com
- Microsoft Security Update Guide (en-US): CVE-2026-85903 msrc.microsoft.com
- Vulners: NVD record CVE-2026-85903 vulners.com
- Vulners: CISA SSVC data (VulnRichment) CVE-2026-85903 vulners.com
- OpenCVE: CVE-2026-85903 app.opencve.io
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 18:17.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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