Microsoft Windows: Spoofing-Schwachstelle in Windows Internet (wininet.dll)
Zusammenfassung
Eine Spoofing-Schwachstelle in der Windows-Internetbibliothek (wininet.dll) betrifft mehrere unterstützte Versionen von Windows 10, Windows 11 und Windows Server. Ein lokal angemeldeter Benutzer mit niedrigen Rechten kann sie ohne Benutzerinteraktion ausnutzen, wobei sich der Sicherheitsbereich ändert und hohe Auswirkungen auf Vertraulichkeit und Integrität möglich sind. Die Schwachstelle ist für sich allein nicht aus dem Netzwerk ausnutzbar, und der CVSS-Basiswert laut NVD beträgt 8.4. Das Risiko ist auf gemeinsam genutzten Arbeitsstationen, Terminalservern und Mehrbenutzersystemen am höchsten.
Betroffen
- Windows 10 Version 21H2: Builds 10.0.19044.0 bis unter 10.0.19044.7807
- Windows 10 Version 22H2: Builds 10.0.19045.0 bis unter 10.0.19045.7807
- Windows 11 Version 23H2: Builds 10.0.22631.0 bis unter 10.0.22631.7652
- Windows 11 Version 24H2: Builds 10.0.26100.0 bis unter 10.0.26100.9711
- Windows 11 Version 25H2: Builds 10.0.26200.0 bis unter 10.0.26200.9711
- Windows 11 Version 26H1: Builds 10.0.28000.0 bis unter 10.0.28000.3231
- Windows 11 Version 26H2: Builds 10.0.26300.0 bis unter 10.0.26300.9711
- Windows Server 2022: Builds 10.0.20348.0 bis unter 10.0.20348.5761
- Windows Server 2025 (inklusive Server Core): Builds 10.0.26100.0 bis unter 10.0.26100.33650
Behoben in
- Windows 10 Version 21H2: Build 10.0.19044.7807 oder neuer (gemäss CNA-Eintrag; KB-Nummer unbekannt)
- Windows 10 Version 22H2: Build 10.0.19045.7807 oder neuer
- Windows 11 Version 23H2: Build 10.0.22631.7652 oder neuer
- Windows 11 Version 24H2, 25H2 und 26H2: Build 10.0.26100.9711, 10.0.26200.9711 bzw. 10.0.26300.9711 oder neuer
- Windows 11 Version 26H1: Build 10.0.28000.3231 oder neuer
- Windows Server 2022: Build 10.0.20348.5761 oder neuer
- Windows Server 2025: Build 10.0.26100.33650 oder neuer
- Windows 10 Version 21H2 Home, Pro und Enterprise: Kein Fix zu erwarten, da diese Editionen nicht mehr unterstützt werden
Umgehung
Unbekannt. Microsoft hat in den geprüften Quellen keine Workaround veröffentlicht.
- Lokale Benutzerkonten einschränken und das Prinzip der minimalen Rechte für Anwendungen durchsetzen, die wininet.dll verwenden.
- Für nicht gepatchte Geräte lokale Anmeldungen begrenzen und das System isolieren oder aufrüsten.
Ausnutzung
- Kein Eintrag im CISA-KEV-Katalog; EPSS unter 1 Prozent (sehr tief).
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, automatisierbar nein, technische Auswirkung total.
- Zum Zeitpunkt der Recherche wurde kein öffentlicher Proof-of-Concept oder Exploit gefunden.
Unsere Empfehlung
- Alle Windows-Systeme inventarisieren und Versionen sowie Builds erfassen.
- Das Sicherheitsupdate vom Oktober 2026 auf allen betroffenen, unterstützten Systemen im regulären Monatszyklus installieren.
- Windows-10-Version-21H2-Editionen Home, Pro und Enterprise ersetzen oder aufrüsten, da sie nicht mehr unterstützt werden und voraussichtlich keinen Fix erhalten.
- Gemeinsam genutzte Arbeitsstationen, Terminalserver und Mehrbenutzersysteme priorisieren.
- Lokale Konten einschränken und das Prinzip der minimalen Rechte durchsetzen.
- KB-Nummern und Details vor dem Rollout im MSRC-Advisory prüfen.
Angaben von Microsoft (Patch Tuesday Oktober 2026)
- Schweregrad (Microsoft)
- Hoch
- Auswirkung
- Spoofing – Windows Internet (wininet.dll)
- Stand am Patch Tuesday
- Weder ausgenutzt noch öffentlich bekannt
- Einschätzung der Ausnutzbarkeit
- Ausnutzung weniger wahrscheinlich
- Produktfamilie
- Windows, Windows ESU (erweiterte Sicherheitsupdates)
- Updates (KB)
- KB5126655, KB5126657, KB5126646, KB5127648, KB5126653, KB5127646
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Microsoft Security Update Guide: CVE-2026-83845 msrc.microsoft.com
- Vulners CVE record (CVELIST) vulners.com
- Vulners NVD record vulners.com
- OpenCVE: CVE-2026-83845 app.opencve.io
- Microsoft: Windows 10 version 21H2 end of servicing learn.microsoft.com
- Microsoft: Extended Security Updates for Windows 10 www.microsoft.com
- VulDB: CVE-2026-83845 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 12:30.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
