ArubaOS (AOS-8): Nicht authentifizierte Command Injection im PAPI-Protokoll
Zusammenfassung
ArubaOS-8-Controller und zugehörige Geräte enthalten eine Command-Injection-Schwachstelle im PAPI-Protokoll zur Verwaltung der Access Points, das auf dem UDP-Port 8211 lauscht. Ein nicht authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann über speziell präparierte Pakete an diesen Port beliebigen Code als privilegierter Benutzer auf dem darunterliegenden Betriebssystem ausführen. Es sind keine Zugangsdaten nötig; das Risiko hängt davon ab, ob der UDP-Port 8211 aus nicht vertrauenswürdigen Netzwerken erreichbar ist.
Betroffen
- AOS-8 8.13.0.0 bis 8.13.3.0 (die untere Grenze ist zwischen den Quellen umstritten; 8.12.0.0 ist ebenfalls möglich)
- AOS-8 8.10.0.0 bis 8.10.0.23
- Ältere Branches gelten als betroffen und sind im Bulletin nicht abgedeckt
Behoben in
- AOS-8 8.13.3.1 oder neuer
- AOS-8 8.10.0.24 oder neuer
- AOS-8 8.12.x: kein Fix verfügbar; auf einen korrigierten Branch wechseln
Umgehung
- Das Einspielen von Patches ist die einzige vollständige Lösung; CPsec beschränkt den Zugriff auf PAPI, behebt die Schwachstelle aber nicht
- Das Blockieren von eingehendem UDP 8211 an Firewalls und Routern am Netzwerkrand wird von einer Sekundärquelle empfohlen; im HPE-Bulletin nicht verifiziert
- Details zu einem Workaround im HPE-Bulletin: Unbekannt.
Ausnutzung
- HPE kennt keine Ausnutzung; CISA SSVC: Exploitation none, Automatable yes, Technical Impact total
- Gemäss Prüfung vom 23. bis 24. Oktober 2026 nicht im CISA-KEV-Katalog
- Kein öffentlicher Proof-of-Concept gefunden; der Status kann sich rasch ändern
Unsere Empfehlung
- Auf AOS-8 8.13.3.1 oder 8.10.0.24 (oder einen unterstützten neueren Branch) mit hoher Priorität patchen
- Geräte mit 8.12.x auf einen korrigierten Branch migrieren
- UDP 8211 sofort auf die LAN-Segmente zwischen Access Points und Controllern beschränken; PAPI nie dem Internet aussetzen
- Veraltete Controller auf älteren Branches identifizieren und als ungepatcht behandeln
- Ungewöhnlichen Verkehr auf UDP 8211 überwachen und das HPE-Bulletin regelmässig prüfen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- HPE advisory HPESBNW05162 support.hpe.com
- CERT.be advisory on HPE Networking AOS ccb.belgium.be
- VulDB CVE-2026-79857 vuldb.com
- SecurityOnline: HPE Networking AOS vulnerabilities securityonline.info
- Cybaverse: HPE Aruba AOS critical flaws www.cybaverse.co.uk
- Rescana: HPE Aruba AOS critical October 2026 www.rescana.com
- Safeguard.sh: HPE Aruba AOS 8 and AOS 10 vulnerabilities safeguard.sh
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 17:01.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
