Langchain-Chatchat: Nicht authentifizierte Remote Code Execution über /tools/call
Zusammenfassung
Langchain-Chatchat bis Version 0.3.1.3 stellt einen API-Endpunkt POST /tools/call ohne Authentifizierung bereit. Der Endpunkt ruft jedes registrierte Tool über seinen Namen auf, einschliesslich des immer registrierten Shell-Tools, und ignoriert dabei das Tool-spezifische Freigabeflag. Ein entfernter Angreifer, der den API-Port erreichen kann, kann mit einer einzigen HTTP-Anfrage beliebige Betriebssystembefehle als Serverbenutzer ausführen, im ausgelieferten Docker-Image als root, und so auf die Datenbank, die Dateien der Wissensbasis und die Schlüssel für Modell-APIs zugreifen.
Betroffen
- Langchain-Chatchat 0.3.1.3 und alle früheren Versionen (0 bis <= 0.3.1.3)
- Ausgeliefertes Docker-Image chatimage/chatchat:0.3.1.3-93e2c87-20240829
Behoben in
Unbekannt. Zum Zeitpunkt der Erstellung wurde keine korrigierte Version veröffentlicht.
Umgehung
- Authentifizierung vor der API verlangen, mindestens für /tools/call
- API hinter einem authentifizierenden Reverse Proxy betreiben und /tools und /tools/call sperren, sofern nicht benötigt
- Netzwerkzugriff mit Firewall-Regeln und einem segmentierten VLAN einschränken
- Container nicht als root betreiben; im Container einen nicht privilegierten Benutzer verwenden
- Host auf unerwartete Prozessstarts durch den Anwendungsbenutzer überwachen
Ausnutzung
- Öffentlich dokumentiert; die Issues #5483 und #5515 im Upstream-Repository beschreiben den nicht authentifizierten Shell-Pfad
- Öffentlicher Exploit-Code: keiner gefunden
- Bekannte Ausnutzung in freier Wildbahn: keine gefunden
- CISA SSVC: Ausnutzung poc, automatisierbar ja, technische Auswirkung total
Unsere Empfehlung
- Alle Langchain-Chatchat-Instanzen finden, einschliesslich Entwickler- und Testsysteme, und deren Versionen erfassen
- Exponierte Instanzen sofort vom Internet trennen oder hinter eine Authentifizierung stellen
- Zugriff auf /tools und /tools/call am Proxy oder an der Firewall einschränken
- Logs auf unerwartete Anfragen an /tools/call und unerwartete Prozesse im Container prüfen
- Sicherheitsadvisory des Herstellers auf GitHub für einen Fix verfolgen, danach aktualisieren und neu testen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- Lasso vulnerability database entry www.lasso.security
- Vulnerable code in tool_routes.py github.com
- Upstream issue #5483 github.com
- Upstream issue #5515 github.com
- The Hacker Wire www.thehackerwire.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 01:10.
Referenzen der NVD (3)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
