Zimbra Collaboration Suite: Lokale Rechteerweiterung zu root über Postfix-sudo-Regel
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle im MTA-Paket der Zimbra Collaboration Suite (ZCS) erlaubt einem lokalen Benutzer, der als Konto zimbra läuft, beliebige Befehle als root auszuführen. Die sudo-Richtlinie erlaubt die Ausführung von Postfix-Verwaltungsbefehlen als root ohne Passwort und schränkt deren Argumente nicht ein. Ein Angreifer kann so das Daemon-Verzeichnis auf einen von zimbra kontrollierten Ort setzen und postfix set-permissions ausführen, um ein Programm als root zu starten. Voraussetzung ist eine vorgängige lokale Befehlsausführung als zimbra auf einem MTA-Knoten.
Betroffen
- Zimbra Collaboration Suite 10.1.x, Versionen 0 bis 10.1.21 gemäss CNA-Eintrag
- In der Beschreibung ausdrücklich genannt: 10.1.16 und 10.1.21
- Untere Grenze des betroffenen Bereichs: Unklar
Behoben in
Unbekannt. Die Liste der behobenen Versionen des Herstellers für CVE-2026-50057 konnte nicht bestätigt werden; es darf nicht davon ausgegangen werden, dass 10.1.21 behoben ist.
Umgehung
- Dem Hersteller ist keine dokumentierte Workaround-Massnahme bekannt.
- Die Einschränkung von postconf allein reicht nicht aus, da das Postfix-Konfigurationsverzeichnis für zimbra beschreibbar ist.
Ausnutzung
- Öffentlicher Exploit: Keiner bekannt.
- Aktive Ausnutzung in freier Wildbahn: Keine bekannte Ausnutzung.
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total.
Unsere Empfehlung
- Alle ZCS-10.1.x-Knoten inventarisieren und deren Versionen erfassen.
- Beim Zimbra-Support oder in den Zimbra-Sicherheitshinweisen die behobene Version erfragen und zuerst auf einem Testknoten, danach produktiv einspielen.
- Bis zur Behebung die sudoers-Einträge für zimbra auf MTA-Knoten prüfen und passwortlose Regeln für Postfix-Verwaltungsbefehle entfernen, soweit der ZCS-Support dies zulässt.
- Lokalen Shell-Zugriff auf das Konto zimbra einschränken und prüfen, dass Postfix-Konfigurations- und Daemon-Verzeichnisse nicht für zimbra beschreibbar sind.
- sudo-Protokolle auf unerwartete Aktivitäten des Kontos zimbra überwachen.
- Die gesamte ZCS-Patchserie gemeinsam einspielen, da weitere ZCS-Schwachstellen aus derselben Serie von aussen erreichbar sind.
- Priorität: hoch für aus dem Internet erreichbare Server, mittel für interne Server mit eingeschränktem Shell-Zugriff.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Zimbra Security Advisories wiki.zimbra.com
- Rapid7: From One Account to Every Mailbox (Part 1) www.rapid7.com
- VulDB CVE-2026-50057 vuldb.com
- NVD via Vulners CVE-2026-50057 vulners.com
- TheHackerWire CVE-2026-50057 www.thehackerwire.com
- Securityonline: Zimbra vulnerabilities (Rapid7) securityonline.info
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 22:22.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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