Amazon FreeRTOS-Kernel: Fehlende Typprüfung bei der Queue-Set-Auswahl
Zusammenfassung
FreeRTOS-Kernel vor V11.3.3 prüft den Typ des Kernel-Objekts im Systemaufruf zur Queue-Set-Auswahl auf MPU-fähigen Ports mit aktivierten Queue Sets nicht vollständig. Ein lokaler Task mit geringen Rechten kann dadurch über das vorgesehene Ziel hinaus Daten schreiben, die der Angreifer steuert, und zwar auf dem privilegierten Kernel-Stack. Dies betrifft privilegierten Speicher über die MPU-Isolationsgrenze hinweg. Der Angreifer muss bereits Code als Task auf dem Gerät ausführen können.
Betroffen
- FreeRTOS-Kernel 7.4.0 bis einschliesslich 11.3.2
- Nur MPU-fähige Ports mit aktivierten Queue Sets (configUSE_QUEUE_SETS=1)
- Builds ohne Queue Sets sind nicht betroffen
Behoben in
- FreeRTOS-Kernel V11.3.3 oder neuer
- Betroffene Firmware neu kompilieren und neu flashen
- Geforkter oder abgeleiteter Code muss den Fix ebenfalls enthalten
Umgehung
- Kein Workaround des Herstellers ausser dem Update. Builds ohne Queue Sets sind nicht betroffen.
- Das Deaktivieren von configUSE_QUEUE_SETS würde den verwundbaren Codepfad vermeiden. Dies ist jedoch keine Anweisung des Herstellers und kann Anwendungen brechen, die Queue Sets verwenden. Vorgängig testen.
Ausnutzung
- CISA-SSVC-Bewertung: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact partial.
- Keine bestätigte Ausnutzung in freier Wildbahn bekannt. In den geprüften Quellen nicht im CISA KEV aufgeführt.
- Der Status eines öffentlichen Proof-of-Concept widerspricht sich zwischen den Quellen und ist nicht verifiziert.
Unsere Empfehlung
- Geräte inventarisieren, die FreeRTOS einbetten, und Kernel-Version sowie die Nutzung von Queue Sets prüfen.
- Bei den Geräteherstellern Firmware mit V11.3.3 und einen Liefertermin anfragen.
- Bis zum Patch Zwischenmassnahmen dokumentieren und Geräte priorisieren, die Tasks von Drittanbietern ausführen oder aus dem Netzwerk erreichbar sind.
- Das GitHub-Advisory und die Sicherheitsmitteilungen der Hersteller verfolgen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- AWS Security Bulletin 2026-158-AWS aws.amazon.com
- FreeRTOS-Kernel GitHub Security Advisory GHSA-56j9-g43f-8g6v github.com
- FreeRTOS-Kernel Release V11.3.3 github.com
- VulDB CVE-2026-119086 vuldb.com
- OffSeq Threat Radar CVE-2026-119086 radar.offseq.com
- Strix CVE-2026-119086 www.strix.ai
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 14:33.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
