Coder: Fehlende Prüfung der Audience bei der GCP-Instance-Identity-Authentifizierung
Zusammenfassung
Coder prüft bei der Authentifizierung von Workspace-Agenten am Endpunkt POST /api/v2/workspaceagents/google-instance-identity nicht den Audience-Claim (aud) von Google-Compute-Engine-Instance-Identity-Tokens. Ein Angreifer, der ein nicht abgelaufenes Token im Format format=full besitzt, das für eine andere vertrauende Partei ausgestellt wurde, kann es wiederverwenden und so das Session-Token des betroffenen Workspace-Agenten erhalten. Dieses Session-Token bleibt bis zum nächsten Build des Workspaces gültig. Betroffen sind nur Installationen, die für Workspace-Agenten auf Google Compute Engine die GCP-Instance-Identity-Authentifizierung verwenden.
Betroffen
- Coder 2.37.0 bis vor 2.37.4
- Coder 2.36.0 bis vor 2.36.7
- Coder 2.35.0 bis vor 2.35.9
- Coder 2.30.0 bis vor 2.34.12
- Coder vor 2.29.21
Behoben in
- 2.37.4
- 2.36.7
- 2.35.9
- 2.34.12
- 2.29.21
- Behoben in 2.38.0 und in die aufgeführten Versionszweige zurückportiert
Umgehung
- Betroffene Templates auf Token-Authentifizierung umstellen (auth = "token") und die Workspaces neu starten, damit neue Agent-Token ausgestellt werden.
- GCE-Identity-Tokens von Workspace-VMs nicht protokollieren oder weiterleiten. Für Drittdienste Tokens im Format format=standard verwenden, da diese an diesem Endpunkt nicht eingetauscht werden können.
Ausnutzung
- Laut VulDB ist kein öffentlicher Exploit bekannt.
- Eine Ausnutzung in freier Wildbahn ist nicht bekannt.
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, automatisierbar nein, technische Auswirkung teilweise.
- EPSS: 0,19 %.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob eine Coder-Instanz die GCP-Instance-Identity-Authentifizierung für Workspace-Agenten verwendet.
- Auf die behobene Version des eigenen Versionszweigs aktualisieren (2.29.21, 2.34.12, 2.35.9, 2.36.7, 2.37.4 oder neuer; 2.38.0 ist die Korrektur des Herstellers).
- Betroffene Workspaces nach dem Update neu erstellen, damit bestehende Agent-Sitzungen ablaufen.
- Eigene Agent-Clients prüfen, da Anfragen mit einer anderen Audience mit HTTP 401 abgelehnt werden und audience=coder verwenden müssen.
- Protokolle auf ungewöhnliche Anfragen an /api/v2/workspaceagents/google-instance-identity prüfen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-24vh-q7rg-243w github.com
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- Coder pull request #29765 (fix) github.com
- Coder pull request #30195 github.com
- VulDB CVE-2026-118687 vuldb.com
- Vulners CVE-2026-118687 vulners.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 13:06.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
