Atlantis: OS-Command-Injection über PR-gesteuerten Terraform-Workspace
Zusammenfassung
Atlantis, eine selbst gehostete Anwendung, die Terraform-Plans und -Applies über Pull-Request-Webhooks ausführt, übergibt den Workspace-Wert aus atlantis.yaml ungeprüft an einen Shell-Befehl. Ein authentifizierter Mitwirkender, dessen Pull Request für einen Atlantis-Plan berechtigt ist, kann Shell-Metazeichen im Workspace-Namen einschleusen und beliebige Befehle als Dienstkonto von Atlantis ausführen. Dafür sind kein individueller Workflow, keine Apply-Berechtigung und kein manipulierter Terraform-Provider nötig. Die Befehle erben die Umgebung des Atlantis-Prozesses, die Zugangsdaten zu Cloud-Anbietern, Terraform und Versionsverwaltung enthalten kann.
Betroffen
- Atlantis ab 0.4.0 bis vor 0.47.1
- Externe Fork-Pull-Requests sind nur betroffen, wenn --allow-fork-prs aktiviert ist; Branches im selben Repository sind durch diese Option nicht betroffen
Behoben in
- Auf Atlantis 0.47.1 oder neuer aktualisieren
Umgehung
Unbekannt.
Ausnutzung
- Zu der Schwachstelle sind öffentliche technische Details verfügbar, einschliesslich einer Reproduktion im GitHub-Sicherheitshinweis.
- Zum Zeitpunkt der Erstellung wurde keine bestätigte Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden.
- Der Status im CISA-KEV-Katalog wurde nicht direkt geprüft.
- EPSS: 0.47 % (Perzentil 40).
Unsere Empfehlung
- Atlantis auf 0.47.1 oder neuer aktualisieren. Die im upstream Release-Verlauf beschriebene Verhaltensänderung vor dem Update prüfen.
- Prüfen, ob --allow-fork-prs gesetzt ist, und die Option deaktivieren, falls keine Fork-Pull-Requests benötigt werden.
- Einschränken, wer Pull Requests öffnen kann, die Pläne auslösen, insbesondere Entwickler und Auftragnehmer mit Schreibzugriff auf das Repository.
- Aktuelle Pull-Request-Kommentare und die Historie von atlantis.yaml auf Shell-Steuerzeichen in Workspace-Namen prüfen.
- Zugangsdaten für Cloud, Terraform und Versionsverwaltung, auf die das Dienstkonto von Atlantis zugreifen kann, vorsorglich prüfen und rotieren.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-rjh2-4xgw-p2hj github.com
- Atlantis release v0.47.1 github.com
- Fix commit 8dd22b4 github.com
- Backport pull request #6792 github.com
- OSV GHSA-rjh2-4xgw-p2hj osv.dev
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 10:08.
Referenzen der NVD (5)
- https://github.com/runatlantis/atlantis/commit/8dd22b4d0a9d7c129fdbf6a3398dd1c4cf8c3a59
- https://github.com/runatlantis/atlantis/commit/f04df0d53f0544d9eb6f5026dd8b74fbefd82ac8
- https://github.com/runatlantis/atlantis/pull/6792
- https://github.com/runatlantis/atlantis/releases/tag/v0.47.1
- https://github.com/runatlantis/atlantis/security/advisories/GHSA-rjh2-4xgw-p2hj
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
