libexpat: Denial of Service durch verzögerte Erkennung von Billion Laughs
Zusammenfassung
libexpat bis Version 2.9.0 ist eine XML-Parsing-Bibliothek, die von vielen Anwendungen und Laufzeitumgebungen genutzt wird. Der Schutz vor Billion Laughs erkennt die Entitätsverstärkung zu spät, sodass ein mittelgrosses XML-Dokument mit einer grossen DTD und verschachtelten Entitätsexpansionen pro Parsing-Vorgang zehn Sekunden oder mehr CPU-Zeit verbrauchen kann. Ein nicht authentifizierter Angreifer, der XML an einen betroffenen Dienst senden kann, kann so einen Denial of Service auslösen, und wiederholte Anfragen verstärken den Effekt.
Betroffen
- libexpat 0 bis 2.9.0 (gemäss CVE-Eintrag und VulnCheck)
- Debian bookworm 2.5.0-1+deb12u5 und trixie 2.9.0-1~deb13u1 sind als verwundbar aufgeführt
- Azure Linux expat 2.8.3-2 wird ebenfalls erfasst
- Anwendungen und Laufzeitumgebungen, die libexpat mitliefern, können ebenfalls betroffen sein
Behoben in
Unbekannt. In den Quellen ist keine korrigierte Upstream-Version von libexpat bestätigt. Debian führt die Korrektur als nicht behoben.
Umgehung
- Die XML-Eingabegrösse auf Anwendungs- oder Proxy-Ebene begrenzen
- Request-Timeouts und CPU-Limits für XML-verarbeitende Dienste durchsetzen
- Nicht vertrauenswürdige DTDs ablehnen, sofern die Anwendung dies zulässt
- Die mit 2.9.0 eingeführten Billion-Laughs-Parameter können helfen, dies ist für diese Schwachstelle jedoch nicht bestätigt; zuerst in einer Testumgebung prüfen
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation-Status 'poc', automatisierbar: ja, technische Auswirkung: partiell
- EPSS 0.00455 (niedrig)
- In den geprüften Quellen nicht als aktiv ausgenutzt markiert
- Bei den durchgeführten Recherchen wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden
Unsere Empfehlung
- Systeme und Anwendungen mit libexpat inventarisieren, einschliesslich mitgelieferter Kopien in Python, Perl oder Container-Images
- Internetexponierte Dienste priorisieren, die nicht vertrauenswürdiges XML verarbeiten, etwa SOAP- oder XML-APIs
- Begrenzungen für XML-Grösse, DTD-Behandlung und Request-Timeouts jetzt umsetzen
- Herstellerupdates installieren, sobald eine korrigierte Version verfügbar ist; Debian und die eigene Distribution regelmässig prüfen
- Dienste auf CPU-Spitzen und wiederholte langsame XML-Anfragen überwachen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- CVE record advisory (VulnCheck) www.vulncheck.com
- Debian Security Tracker security-tracker.debian.org
- libexpat upstream issue 1160 github.com
- libexpat upstream pull request 1433 github.com
- libexpat repository github.com
- Azure Linux OSV entry vulners.com
- OSV Debian entry osv.dev
- Tenable CVE entry www.tenable.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 00:35.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
