sharp: Remote Code Execution durch gebündelte libheif-AVIF-Dekodierung
Zusammenfassung
Die Node.js-Bildbibliothek sharp vor 0.35.4 enthält eine verwundbare libheif-Version. Ein Angreifer, der eine manipulierte AVIF- oder HEIF-Datei an eine Anwendung übergibt, die unvertrauenswürdige Bilder verarbeitet, kann Dekodierfehler auslösen, die zu Remote Code Execution auf glibc-basiertem Linux führen können. Die Gefährdung hängt davon ab, ob sharp im Produktivbetrieb läuft und benutzergelieferte Bilder verarbeitet.
Betroffen
- sharp-Versionen vor 0.35.4 (npm-Paket sharp)
- Vorkompilierte Binärdateien mit libheif vor 1.23.2
- Systeme mit einer global installierten libheif-Version vor 1.23.2 sind ebenfalls betroffen
Behoben in
- sharp auf 0.35.4 oder neuer aktualisieren; diese Version enthält libheif 1.23.2 (gemäss GHSA-rgj7-g3m4-5g8c)
- Eine Drittquelle nennt 0.35.5 als aktuelle Version; dies ist nicht verifiziert
- Bei einer global installierten libheif: Version 1.23.2 oder neuer verwenden
Umgehung
- Den HEIF/AVIF-Loader von sharp im Code blockieren, wie in der Herstellerempfehlung beschrieben: sharp.block({ operation: ["VipsForeignLoadHeif"] })
- AVIF- und HEIF-Uploads am Eingang ablehnen
- Node.js als Position Independent Executable (PIE) betreiben; die offiziellen Node.js-Binärdateien sind nicht so kompiliert
- Bildverarbeitung in einem Sandbox- oder unprivilegierten Container ausführen
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatisierbar nein, technische Auswirkung total
- Nicht im CISA-KEV-Katalog; keine bekannte Ausnutzung gemeldet
- Im Rahmen der Recherche wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; dies beweist nicht, dass keiner existiert
Unsere Empfehlung
- sharp in Lockfiles und ausgerollten Images finden (z. B. mit npm ls sharp), einschliesslich transitiver Kopien
- Prüfen, ob sharp im Produktivbetrieb läuft und unvertrauenswürdige Bilder verarbeitet
- Auf sharp 0.35.4 oder neuer aktualisieren und Container oder Artefakte neu erstellen, da libheif in der nativen Binärdatei gebündelt ist
- Falls eine Aktualisierung nicht möglich ist, die AVIF/HEIF-Blockierung anwenden und Uploads auf die benötigten Formate beschränken
- NVD und das GitHub-Advisory auf aktualisierte Bewertungen oder einen KEV-Eintrag überwachen; Scanner können wegen CVSS 3.1 einen höheren Wert (9.3) anzeigen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-rgj7-g3m4-5g8c github.com
- VulnCheck advisory: Sharp before 0.35.4 RCE via bundled libheif www.vulncheck.com
- OpenCVE: CVE-2026-114112 app.opencve.io
- GitLab advisory mirror GHSA-rgj7-g3m4-5g8c advisories.gitlab.com
- Strix CVE summary CVE-2026-114112 www.strix.ai
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 08:28.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
