RT-Labs P-Net: Out-of-bounds Write beim Verarbeiten von AR-Vendor-Block-Anfragen
Zusammenfassung
RT-Labs P-Net, ein PROFINET-Gerätestack für eingebettete industrielle Geräte, enthält einen Out-of-bounds Write beim Verarbeiten von AR-Vendor-Block-Anfragen. Nur Builds mit aktivierter Compile-Option PNET_OPTION_AR_VENDOR_BLOCKS sind betroffen; diese Option ist standardmässig deaktiviert. Ein Angreifer kann über eine manipulierte Connect-Anfrage im Netzwerk, ohne Authentifizierung und ohne Benutzerinteraktion, das Gerät zum Absturz bringen (Denial of Service) und potenziell beliebigen Code ausführen.
Betroffen
- RT-Labs P-Net Versionen 0 bis vor 1.0.3
- Nur Builds mit aktivierter PNET_OPTION_AR_VENDOR_BLOCKS (standardmässig deaktiviert)
Behoben in
- Aktualisierung auf P-Net 1.0.3 oder neuer (gemäss CNA-Eintrag; das Changelog zu 1.0.3 wurde nicht verifiziert)
Umgehung
Unbekannt. Es wurde kein Workaround des Herstellers veröffentlicht.
- Prüfen, ob die Firmware mit aktivierter PNET_OPTION_AR_VENDOR_BLOCKS erstellt wurde. Die Deaktivierung erfordert einen Neu-Build.
- PROFINET- und industrielle Steuerungsnetze isoliert betreiben und RPC-Verkehr nur von bekannten Engineering-Stationen und Steuerungen zulassen.
Ausnutzung
- Keine Hinweise auf Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden.
- Ein Aggregator führt die CVE nicht im CISA KEV.
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; dies beweist jedoch nicht, dass keiner existiert.
Unsere Empfehlung
- Gerätehersteller und Maschinenlieferanten fragen, ob ihre Firmware P-Net enthält, welche Version verwendet wird und ob PNET_OPTION_AR_VENDOR_BLOCKS aktiviert ist.
- Firmware-Updates mit P-Net 1.0.3 oder neuer beschaffen und einspielen.
- PROFINET- und RPC-Verkehr auf Engineering-Stationen und Steuerungen beschränken und das Segment auf unerwartete Connect-Anfragen überwachen.
- Priorität: mittel bis hoch, wenn PROFINET-Geräte aus Unternehmensnetzen erreichbar sind; tiefer, wenn sie in isolierten Steuerungsnetzen mit herstellerbestätigten Builds betrieben werden.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- RT-Labs advisory RRTL-261019-01 rt-labs.com
- P-Net releases (GitHub) github.com
- CVE-2026-111732 (Strix) www.strix.ai
- CVE-2026-111732 (threatint) cve.threatint.com
- CVE-2025-32404 analysis (Safeguard) safeguard.sh
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 00:27.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
