Netgate pfSense CE: OS-Command-Injection über Login-Protection-Einstellungen
Zusammenfassung
Die pfSense-CE-Versionen 2.4.5 bis 2.9.0 enthalten eine OS-Command-Injection in den Login-Protection-Einstellungen (sshguard) der Seite Advanced Admin. Ein authentifizierter WebGUI-Benutzer mit Advanced-Admin-Rechten kann Schwellenwert-, Sperrzeit- oder Erkennungszeitwerte mit Zeilenumbrüchen oder Shell-Syntax übermitteln, die ungeprüft in sshguard.conf geschrieben und beim Neustart als root ausgeführt werden. Ein kompromittiertes Admin-Konto kann daher zur vollständigen Kontrolle über die Firewall führen.
Betroffen
- Netgate pfSense CE 2.4.5 bis 2.9.0 (gemäss CNA VulnCheck)
- Standardkonfiguration ist gemäss CNA-Eintrag nicht betroffen
- Voraussetzung ist WebGUI-Zugriff mit dem Privileg page-system-advanced-admin
Behoben in
Unbekannt. Es wurde keine Herstellerwarnung und keine korrigierte Version gefunden. Von einer Behebung darf nicht ausgegangen werden; die Netgate-Sicherheitswarnungen und Versionshinweise prüfen.
Umgehung
- WebGUI-Zugriff auf ein Management-VLAN oder VPN beschränken und von WAN entfernen
- Advanced-Admin-Rechte auf vertrauenswürdige Konten beschränken und MFA oder starke Passwörter erzwingen
- Login-Protection-Werte (Schwellenwert, Sperrzeit, Erkennungszeit) auf unerwartete Zeilenumbrüche oder shellähnliche Inhalte prüfen
- sshguard.conf auf unerwartete Änderungen überwachen
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation poc, Automatable no, Technical Impact total
- Keine Hinweise auf aktive Ausnutzung gefunden
- Öffentlicher PoC nicht bestätigt; VulDB meldet kein verfügbares Exploit
- Aufnahme im CISA-KEV-Katalog in den Quellen nicht bestätigt; direkt prüfen
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob das pfSense-WebGUI aus dem Internet erreichbar ist, und den Zugriff auf interne Netze oder VPN beschränken
- Sicherstellen, dass Admin-Konten MFA und starke Passwörter verwenden und Advanced-Admin-Rechte eingeschränkt sind
- Login-Protection-Einstellungen und sshguard.conf auf Auffälligkeiten prüfen
- Herstellerwarnung verfolgen und die korrigierte Version nach Veröffentlichung umgehend einspielen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- pfSense syslog.inc at commit 9363ac5 github.com
- pfSense system_advanced_admin.inc at commit 9363ac5 github.com
- Tenable CVE entry www.tenable.com
- VulDB entry vuldb.com
- Feedly CVE entry feedly.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 07:58.
Referenzen der NVD (5)
- https://abraxaslabs.tech/research/pfsense-ce-leftovers
- https://github.com/abraxas/pfsense-sshguard-crlf
- https://github.com/pfsense/pfsense/blob/9363ac5b8651a1c7a333180425ce7719070f95f9/src/etc/inc/syslog.inc#L531-…
- https://github.com/pfsense/pfsense/blob/9363ac5b8651a1c7a333180425ce7719070f95f9/src/usr/local/pfSense/includ…
- https://www.vulncheck.com/advisories/netgate-pfsense-ce-2.4.5-through-2.9.0-os-command-injection-via-system-a…
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
