Mercury: Nicht authentifizierte Remote Code Execution über Jupyter-Kernel-Endpunkt
Zusammenfassung
Mercury ist ein Python-Framework, das Jupyter-Notebooks als Webanwendungen und Dashboards veröffentlicht. In Standardinstallationen ohne Token können anonyme Clients über /api/kernels Jupyter-Kernel erstellen und execute_request-Nachrichten mit beliebigem Python-Code senden, da dieser Pfad von der Endpunkt-Blockliste nicht abgedeckt ist. Ein Angreifer, der den Dienst über das Netzwerk erreichen kann, kann daher ohne Authentifizierung Code als Prozessbenutzer des Mercury-Servers ausführen und so auf den Host oder Container sowie auf Daten und Geheimnisse zugreifen, die dieser erreichen kann.
Betroffen
- Mercury-Versionen vor 3.2.6 (GitHub-Advisory listet <=3.2.5)
- Standardinstallationen ohne Token (--token oder MERCURY_TOKEN nicht gesetzt)
Behoben in
- Behoben in Version 3.2.6
- Neueste Version zum Zeitpunkt der Recherche: 3.2.11 (enthält auch Korrekturen für CVE-2026-111059)
Umgehung
- Der Hersteller dokumentiert keine Workaround-Massnahme; das Aktualisieren ist die dokumentierte Behebung.
- Bis zur Aktualisierung einen Token setzen und den Dienst nicht aus dem öffentlichen Internet erreichbar machen (VPN, Firewall oder authentifizierender Reverse Proxy).
- Die Endpunkt-Blockliste darf nicht als Schutz vorausgesetzt werden.
Ausnutzung
- Ein öffentlicher Proof-of-Concept wird im Hersteller-Advisory und in Drittanbieter-Repositories referenziert.
- CISA SSVC: Automatisierbar ja, technische Auswirkung total, Ausnutzung keine.
- Keine Hinweise auf Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden; CISA KEV nicht geprüft.
Unsere Empfehlung
- Alle Mercury-Instanzen inventarisieren, inklusive Container und per pip installierter Kopien.
- Mindestens auf 3.2.6 aktualisieren; 3.2.11 ist die neueste gefundene Version.
- Prüfen, dass keine Instanz ohne Token läuft oder aus nicht vertrauenswürdigen Netzen erreichbar ist.
- Auch CVE-2026-111057 (Umgehung des Terminal-Endpunkts) durch Aktualisierung beheben.
- Logs auf unerwartete Kernel-Erstellung oder execute_request-Aufrufe prüfen.
Öffentliche Exploits
Links zu fremden Seiten, von uns nicht geprüft – Exploit-Code kann Schadsoftware enthalten. Nur in isolierten Testumgebungen verwenden.
- Proof of Concept auf GitHub (1 Repositories)
ExDev994/CVE-2026-111058-CVE-2026-111057-mercury-rce
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-rv4m-xm3f-3ccq github.com
- Mercury release 3.2.6 github.com
- Mercury fix commit 73a40ce github.com
- OSV GHSA-rv4m-xm3f-3ccq osv.dev
- GitLab Advisory Database CVE-2026-111058 advisories.gitlab.com
- SecurityFocus GHSA-rv4m-xm3f-3ccq www.securityfocus.com
- Debricked package overview mercury debricked.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 17:26.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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