Mercury: Unauthentifizierte Remote Code Execution über Zugriffskontroll-Umgehung in /api/terminals
Zusammenfassung
Mercury ist ein Python-Framework, mit dem Jupyter-Notebooks als Webanwendungen und Dashboards bereitgestellt werden. Ein fehlendes Komma in der Liste BLOCKED_PATTERNS führt dazu, dass zwei reguläre Ausdrücke zusammengefügt werden. Dadurch werden Anfragen an /api/terminals an der Sperrliste für anonymen Zugriff vorbeigeleitet und erreichen die Terminal-API von Jupyter Server. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann so eine interaktive Shell des Betriebssystems öffnen, Befehle ausführen und auf Daten zugreifen, die dem Mercury-Prozess zur Verfügung stehen. Die Lücke ist in Version 3.2.4 behoben.
Betroffen
- mljar Mercury ab 3.0.0 bis einschliesslich 3.2.3 (Bereich gemäss CNA: >= 3.0.0, < 3.2.4)
Behoben in
- Version 3.2.4 (Commit 8c46712) behebt CVE-2026-111057.
- Die verwandte Lücke CVE-2026-111058 soll weiterhin auch Version 3.2.4 betreffen; laut Advisory GHSA-rv4m-xm3f-3ccq ist 3.2.6 die korrigierte Version.
Umgehung
Unbekannt.
- Bis zur Korrektur den Netzwerkzugriff auf Mercury auf Netzwerk- oder Reverse-Proxy-Ebene einschränken. Sperrlisten sind hier kein verlässlicher Schutz.
Ausnutzung
- Bewertung durch CISA SSVC: Ausnutzung 'poc', automatisierbar: ja, technische Auswirkung: total.
- Im GitHub-Advisory ist ein öffentlicher Proof of Concept enthalten.
- Es wurde kein Bericht über eine Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden. Unbekannt ist, ob der kombinierte Angriff gegen reale Ziele eingesetzt wurde.
Unsere Empfehlung
- Alle Mercury-Installationen inventarisieren, einschliesslich Lockfiles und Container-Images.
- Auf Version 3.2.6 oder neuer aktualisieren, nicht nur auf 3.2.4, um auch CVE-2026-111058 abzudecken.
- Exponierte Instanzen bis zur Korrektur vom Internet trennen und jede öffentlich erreichbare Instanz als potenziell kompromittiert betrachten.
- Logs auf Anfragen an /api/terminals und /api/kernels prüfen und Secrets rotieren, die der Mercury-Prozess lesen konnte.
- Den NVD-Eintrag überwachen, der derzeit zurückgestellt (deferred) ist.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub commit 8c46712 (fix) github.com
- Mercury release v3.2.4 github.com
- GHSA-f8c7-rwf9-fmgm (vendor advisory) github.com
- GHSA-f8c7-rwf9-fmgm (GitHub Advisory Database) github.com
- GHSA-rv4m-xm3f-3ccq (vendor advisory, related issue) github.com
- OSV GHSA-rv4m-xm3f-3ccq (fixed version 3.2.6) osv.dev
- OpenCVE CVE-2026-111057 app.opencve.io
- GitLab Advisory Database CVE-2026-111057 advisories.gitlab.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 14:12.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
