Google Chrome: Use after Free in Passwords ermöglicht Codeausführung ausserhalb Sandbox
Zusammenfassung
Google Chrome enthält eine Use-after-Free-Schwachstelle (CWE-416) in der Passwort-Komponente. Ein entfernter Angreifer, der den Renderer-Prozess bereits kompromittiert hat, kann durch eine präparierte HTML-Seite beliebigen Code ausserhalb der Sandbox ausführen. Der Angriff erfordert eine Benutzerinteraktion und eine vorgängige Kompromittierung des Renderer-Prozesses, und die Angriffskomplexität ist hoch. Die CVE-Beschreibung und der Chromium-Tracker beschreiben den Fehler unterschiedlich, weshalb die genaue Angriffskette überprüft werden sollte.
Betroffen
- Google Chrome vor 155.0.8059.79 (gemäss CVE-Beschreibung; der Versionsbereich im CNA-Eintrag ist widersprüchlich und sollte überprüft werden)
- Android-Versionen von Chrome: Ein Build 155.0.8059.79 wurde gemäss Sekundärquellen ebenfalls veröffentlicht
- Linux-Distributionen: Debian ist betroffen (Paket für bookworm); Ubuntu listet sein Paket chromium-browser als nicht betroffen, da es die Chromium-Snap installiert
Behoben in
- Google Chrome 155.0.8059.79 (Windows und macOS 155.0.8059.79/.80 gemäss Sekundärquellen; Linux 155.0.8059.79), veröffentlicht am 13. Oktober 2026 im Rahmen eines Stable-Channel-Updates
- Debian: 155.0.8059.79-1~deb12u1 für bookworm
- Ubuntu: Chromium-Snap aktualisieren
- Die Versionsnummern stammen aus Sekundärquellen und wurden nicht mit der Herstellerseite verifiziert
Umgehung
Kein vom Hersteller dokumentierter Workaround bekannt. Update installieren.
Ausnutzung
- Nicht als ausgenutzt bekannt (gemäss OffSeq; ein Eintrag im CISA-KEV-Katalog ist in Primärquellen nicht bestätigt)
- CISA-SSVC-Bewertung im CVE-Eintrag: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden
- EPSS ist niedrig (etwa 0,2 % bis 0,32 %, nur indikativ)
Unsere Empfehlung
- Chrome-Versionen auf Windows, macOS, Linux und Android inventarisieren und alles unterhalb von 155.0.8059.79 markieren
- Den Stable-Release vom 13. Oktober 2026 oder neuer auf allen Arbeitsplätzen und Telefonen mit installiertem Chrome ausrollen
- Einen Neustart des Browsers erzwingen, damit das Update wirksam wird
- Chromium-Snaps bzw. Distributionspakete unter Linux aktualisieren
- Vor Abschluss dieses Eintrags den NVD-Eintrag und die Google-Advisory direkt prüfen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Chrome Releases: Stable Channel Update for Desktop chromereleases.googleblog.com
- Chromium issue tracker entry issues.chromium.org
- Ubuntu security notice CVE-2026-110158 ubuntu.com
- OSV entry DEBIAN-CVE-2026-110158 osv.dev
- Malwarebytes: Chrome update fixes 37 security flaws www.malwarebytes.com
- Chrome releases listing (releases.sh) releases.sh
- OffSeq Radar threat entry radar.offseq.com
- Chrome 155 security update guidance (Affixcenter) affixcenter.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 13:47.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
