Perforce Helix Authentication Service: Fest hinterlegtes SCIM-Bearer-Token
Zusammenfassung
Perforce Helix Authentication Service (HAS) in den Versionen 2022.1 bis 2025.2 wird mit einem Standard-SCIM-Bearer-Token ausgeliefert, das der Installer ohne Ersetzung in die aktive Konfiguration übernimmt. Ein Angreifer, der dieses statische Token kennt und den SCIM-Endpunkt erreichen kann, kann sich an der SCIM-API authentifizieren und Benutzer- und Gruppenoperationen durchführen, die das konfigurierte Provisioning-Backend erlaubt. Die Schwachstelle kann mit CVE-2026-61834 in der Abhängigkeit scim-patch verkettet werden. Der Herstellertitel verweist auf Remote Code Execution über Prototype Pollution, eine RCE ist in der Herstellerbeschreibung jedoch nicht bestätigt.
Betroffen
- Perforce Helix Authentication Service 2022.1 bis 2025.2
- Abhängigkeit scim-patch vor 0.9.2 (CVE-2026-61834) in betroffenen Versionen; mitgelieferte Version pro HAS-Release unbekannt
- Standardkonfigurationen, die das ausgelieferte SCIM-Bearer-Token beibehalten und den SCIM-Endpunkt exponieren
Behoben in
- Perforce Helix Authentication Service 2026.1 (veröffentlicht am 17. Juli 2026)
- scim-patch 0.9.2 für das verkettete Abhängigkeitsproblem
Umgehung
- SCIM-Bearer-Token durch einen eindeutigen, zufälligen Wert ersetzen, da der Installer dies nicht automatisch tut
- Netzwerkzugriff auf den SCIM-Endpunkt auf den Identity Provider oder andere vertrauenswürdige Quellen beschränken (Empfehlung, keine Herstellerangabe)
- Aktuelles Vorgehen zur Token-Behandlung im Administrationshandbuch prüfen
- Keine vom Hersteller dokumentierte Zwischenlösung gefunden; das Aktualisieren ist die primäre Massnahme
Ausnutzung
- Nicht im Katalog der bekannt ausgenutzten Schwachstellen der CISA; keine Berichte über Ausnutzung gefunden
- Kein öffentlicher Exploit-Code bestätigt
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, automatisierbar ja, technische Auswirkung total
- Die verkettete Schwachstelle in scim-patch (CVE-2026-61834) ist in den SSVC-Daten der CISA mit einem Proof of Concept markiert
Unsere Empfehlung
- Perforce Helix Authentication Service auf 2026.1 oder neuer aktualisieren
- Falls ein Update nicht sofort möglich ist, SCIM-Bearer-Token rotieren und den Zugriff auf den SCIM-Endpunkt einschränken
- Prüfen, ob SCIM aktiviert ist und ob der Endpunkt aus dem Internet oder aus unsicheren Netzen erreichbar ist; aus dem Internet erreichbare Installationen haben hohe Priorität
- Die Version von scim-patch in der HAS-Installation und in Lockfiles prüfen und auf 0.9.2 oder neuer aktualisieren
- SCIM-Provisioning-Protokolle auf unerwartete Benutzer- oder Gruppenänderungen prüfen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- CVE record data (Vulners) vulners.com
- Strix CVE analysis www.strix.ai
- VulDB entry vuldb.com
- WorkOS: Securing SCIM endpoint workos.com
- OSV: CVE-2026-61834 (scim-patch) osv.dev
- OpenCVE: CVE-2026-61834 app.opencve.io
- Perforce HAS release notes 2024.2 perforce.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 02:23.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
