gvisor-tap-vsock: Path Traversal ermöglicht beliebiges Löschen von Dateien auf dem Host
Zusammenfassung
gvproxy, der Netzwerk-Forwarder im Paket gvisor-tap-vsock, stellt einen nicht authentifizierten Endpunkt /services/forwarder/expose bereit, der den vom Aufrufer angegebenen Socket-Pfad nicht prüft (CWE-22). Ein Angreifer, der diesen Endpunkt erreichen kann, kann beliebige Dateien löschen, die dem Benutzerkonto von gvproxy gehören. Red Hat gibt an, dass für die Ausnutzung eine Codeausführung innerhalb der Gast-VM oder eines darin laufenden Containers nötig ist und der Endpunkt nur vom internen Gateway des virtuellen Netzwerks erreichbar ist. Red Hat stuft die Auswirkung als Important ein, der CVSS-Basiswert beträgt 9.3 (Critical).
Betroffen
- gvisor-tap-vsock 0.4.0 bis vor 0.9.0 (gemäss Red-Hat-CVE-Eintrag; provisorisch, nicht gegen NVD oder die Upstream-Meldung verifiziert)
- Red Hat Build of Podman Desktop (standardmässig als betroffen aufgeführt)
- Weitere Red-Hat-Produkte sind mit unbekanntem Status aufgeführt.
Behoben in
- gvisor-tap-vsock 0.9.0 (Upstream-Fix: os.Remove() im Unix-Socket-Codepfad entfernt, PR #718)
- Der Patch-Status bei Red Hat, SUSE und Debian konnte nicht bestätigt werden. Ubuntu führt seine Pakete als 'Needs evaluation'.
Umgehung
Unbekannt.
- Den Zugriff auf den gvproxy-Socket und die Gateway-API auf vertrauenswürdige Benutzer beschränken.
- Die Token-Authentifizierung für die Gateway-API aktivieren, sofern in der eingesetzten Version verfügbar.
Diese Übergangsmassnahmen wurden nicht verifiziert und stoppen den Angriff möglicherweise nicht.
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact partial.
- Nicht als aktiv ausgenutzt bekannt; kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
- EPSS 0.00298 (Wert eines Drittanbieters).
Unsere Empfehlung
- Systeme mit gvisor-tap-vsock oder gvproxy identifizieren, einschliesslich Podman Desktop, Rancher Desktop und WSL-Netzwerktools.
- Auf gvisor-tap-vsock 0.9.0 oder ein Herstellerbuild mit dem Fix aktualisieren.
- Bis zum Patch den lokalen Zugriff auf gvproxy-Sockets einschränken und keine nicht vertrauenswürdigen Container-Images ausführen.
- Unerwartete Dateilöschungen auf Entwickler-Arbeitsstationen überwachen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-107935 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2548382 bugzilla.redhat.com
- Upstream fix PR #718 github.com
- gvisor-tap-vsock v0.9.0 release github.com
- Ubuntu security CVE-2026-107935 ubuntu.com
- OSV CVE-2026-107935 osv.dev
- HOL security tracker CVE-2026-107935 hol.org
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 02:50.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
