agentjido req_llm: Unzureichende Zertifikatsprüfung im WebSocket-Client
Zusammenfassung
Der WebSocket-Streaming-Client der Elixir-Bibliothek req_llm prüft bei OpenAI-Responses-, Realtime- und Codex-WebSocket-Sitzungen keine TLS-Zertifikate. Ein Angreifer auf dem Netzwerkpfad kann ein nicht vertrauenswürdiges Zertifikat präsentieren, das Authorization-Bearer-Token und den Sitzungsinhalt lesen und Frames in beide Richtungen verändern. Anwendungen können die Prüfung selbst nicht aktivieren, da die Optionsliste vom Aufrufer übergebene CA- und SSL-Optionen verwirft. HTTP-Streaming über Finch und Mint prüft Zertifikate und ist nicht betroffen.
Betroffen
- req_llm ab 1.9.0 vor 1.29.0
- Quell-Commits a389d718640ceb2d541a8f540ab954cbf5ef8313 bis c7264fc0217fbacfb5562234ff790b8e4462de76
- Hinweis: Drittquellen nennen abweichende obere Grenzen (bis 1.28.9 bzw. 1.28.0); die Herstellerangabe 'vor 1.29.0' gilt als massgeblich.
Behoben in
- Auf req_llm 1.29.0 oder neuer aktualisieren
Umgehung
- Die Option openai_stream_transport auf dem Standardwert :sse belassen, damit das Responses-Streaming für die Anbieter OpenAI und OpenAI Codex über HTTP via Finch läuft
- ReqLLM.Providers.OpenAI.WebSocket.start_responses_session/2 nicht direkt aufrufen
- ReqLLM.OpenAI.Realtime.connect/2 hat keine HTTP-Alternative; auf einer betroffenen Version nicht verwenden
Ausnutzung
- Keine Hinweise auf Ausnutzung in freier Wildbahn in den geprüften Quellen gefunden.
- Kein öffentliches Proof of Concept gefunden.
- Von Positive Technologies gemeldeter EPSS-Wert 0.00338, was auf eine geringe vorhergesagte Ausnutzungswahrscheinlichkeit hindeutet.
- CISA-KEV-Status: unbekannt.
- NVD-Status zum Zeitpunkt der Recherche: Deferred.
Unsere Empfehlung
- Elixir-Anwendungen identifizieren, die req_llm mit OpenAI-WebSocket-Funktionen nutzen, einschliesslich transitiver Abhängigkeiten in Lockfiles (mix hex.audit).
- Auf req_llm 1.29.0 oder neuer aktualisieren.
- Falls der betroffene Pfad in unsicheren Netzwerken genutzt wurde, OpenAI-API-Schlüssel und OAuth-Token rotieren.
- Übergangsweise den Standard-Transport :sse beibehalten und den WebSocket-Pfad meiden.
- Priorität: mittel bis hoch, wo die WebSocket-Funktionen genutzt werden; niedrig, wo nur HTTP-Streaming oder keine LLM-Integration eingesetzt wird.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- CVE Program record (EEF) cna.erlef.org
- GitHub security advisory GHSA-6vww-5m28-f26v github.com
- OSV entry EEF-CVE-2026-107685 osv.dev
- Fix commit a389d71 github.com
- Fix commit c7264fc github.com
- Hex.pm req_llm advisories hex.pm
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 05:26.
Referenzen der NVD (5)
- https://cna.erlef.org/cves/CVE-2026-107685.html
- https://github.com/agentjido/req_llm/commit/a389d718640ceb2d541a8f540ab954cbf5ef8313
- https://github.com/agentjido/req_llm/commit/c7264fc0217fbacfb5562234ff790b8e4462de76
- https://github.com/agentjido/req_llm/security/advisories/GHSA-6vww-5m28-f26v
- https://osv.dev/vulnerability/EEF-CVE-2026-107685
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
