Eptura Archibus: Unbeschränkter Datei-Upload führt zu Remote Code Execution
Zusammenfassung
Eptura Archibus Versionen vor 2025.02 erlauben es einem Benutzer, Exportberichte mit beliebigem Inhalt und einer JSPX-Dateiendung hochzuladen. Hochgeladene Dateien können über das Web aufgerufen und ausgeführt werden, sodass ein Angreifer Systembefehle auf dem Server als NT AUTHORITY/Local Service ausführen kann. Rapid7 meldet, dass diese Schwachstelle mit einer Authentifizierungsumgehung ohne Anmeldung (CVE-2026-107186) verkettet werden kann, wodurch keine Zugangsdaten nötig sind; der CVSS-Wert setzt niedrige Berechtigungen voraus.
Betroffen
- Eptura Archibus (Archibus Web Central) Versionen vor 2025.02
Behoben in
- Auf Archibus 2025.02 oder neuer aktualisieren (der Installer ist über das Eptura-Kundenkonto verfügbar)
- Version 2025.01: widersprüchliche Angaben; Eptura soll am 9. Oktober 2026 mitgeteilt haben, dass an einer Korrektur gearbeitet wird. Bei Eptura bestätigen lassen.
- Ältere Versionen: Unbekannt. Safeguard.sh meldet für 2024.04 und älter keinen Patch, sondern eine web.xml-Massnahme; dies ist nicht verifiziert und sollte bei Eptura angefragt werden.
Umgehung
- Zugriff auf die Archibus-Weboberfläche bis zum Patch mit einem VPN oder einer IP-Allowlist einschränken
- Die Einschränkung des Zugriffs ersetzt das Patchen nicht
Ausnutzung
- Keine Ausnutzung in freier Wildbahn gemeldet; noch nicht gegen den CISA-KEV-Katalog bestätigt
- Kein öffentliches Exploit-Repository gefunden
- Rapid7 hat technische Details der Kette veröffentlicht und die Upload-Schwachstelle in einem autorisierten Test demonstriert
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, totale technische Auswirkung
Unsere Empfehlung
- Alle Archibus-Instanzen und deren Versionen inventarisieren und auf Internet-Erreichbarkeit prüfen
- Aus dem Internet erreichbare Instanzen umgehend hinter ein VPN oder eine IP-Allowlist stellen
- Auf 2025.02 oder neuer aktualisieren; den Status von 2025.01 und älteren Versionen bei Eptura klären
- Web-Verzeichnisse und Logs auf unerwartete .jspx-Dateien prüfen; bei bestätigter Exposition Datenbank-Zugangsdaten überprüfen und rotieren
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Rapid7 blog: Authentication Bypass, Remote Code Execution, and Database Read in Eptura Archibus www.rapid7.com
- OpenCVE: CVE-2026-107188 app.opencve.io
- Strix: CVE-2026-107188 www.strix.ai
- OffSeq Radar: CVE-2026-107188 radar.offseq.com
- Securhub: Eptura Archibus three flaws www.securhub.pl
- TheLS: CVE-2026-107188 RCE thelaymansecurity.com
- Safeguard.sh: Eptura Archibus auth bypass and RCE safeguard.sh
- HOL Guard: CVE-2026-107188 hol.org
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 22:44.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
