SLiMS: SQL-Injection über Identifier-Injection in Admin-AJAX-Endpunkten
Zusammenfassung
SLiMS 9.8.0 (Senayan Library Management System) ist von einer SQL-Injection in drei Admin-AJAX-Endpunkten betroffen. Die Parameter tableName und tableFields per POST werden ohne Validierung in SQL-Tabellen- und Spaltenbezeichner eingesetzt. Jedes authentifizierte Mitarbeiterkonto, unabhängig von der Rolle, kann beliebige Datenbankinhalte auslesen, einschliesslich der Benutzertabelle mit den Passwort-Hashes des Admins. Öffentlich verfügbares Proof-of-Concept-Material existiert.
Betroffen
- SLiMS 9.8.0 (master)
- Früher und später erschienene Versionen: Unbekannt.
Behoben in
Unbekannt. Es wurde kein Herstellerfix oder eine bestätigte korrigierte Version gefunden.
Umgehung
- Den Zugriff auf /admin per IP-Adresse einschränken oder den Bereich hinter ein VPN legen.
- Nicht benötigte Mitarbeiterkonten entfernen und Konten auf das nötige Minimum beschränken.
- Ein Datenbankkonto mit den minimal nötigen Rechten verwenden.
- Ungewöhnliche POST-Anfragen an admin/AJAX_lookup_handler.php, admin/AJAX_check_id.php und admin/AJAX_vocabolary_control.php überwachen.
- Hinweis: Die vom Hersteller vorgeschlagene Korrektur (Whitelist für Tabellen- und Feldnamen) ist eine Code-Änderung und keine Administrator-Einstellung.
Ausnutzung
- Öffentlicher Proof of Concept: ja (Beschreibung eines Dritten).
- CISA SSVC: Exploitation poc, automatisierbar ja, technische Auswirkung total.
- In freier Wildbahn: kein Nachweis gefunden; nicht in CISA KEV gelistet; EPSS unter 1 %.
Unsere Empfehlung
- SLiMS 9.8.0 bis zur Veröffentlichung eines Fixes des Herstellers als ungepatcht behandeln.
- Den Admin-Bereich von SLiMS nicht aus dem Internet erreichbar machen.
- Die Release-Seite von SLiMS und das Herstellerticket auf eine korrigierte Version prüfen und zeitnah aktualisieren.
- Mitarbeiterkonten prüfen und Passwörter zurücksetzen, insbesondere dasjenige des Admins; die offengelegten Hashes gelten als kompromittiert.
- Logs auf ungewöhnliche Anfragen an die Admin-AJAX-Endpunkte überwachen.
Öffentliche Exploits
Links zu fremden Seiten, von uns nicht geprüft – Exploit-Code kann Schadsoftware enthalten. Nur in isolierten Testumgebungen verwenden.
- Proof of Concept auf GitHub (1 Repositories)
Primandito/CVE-2026-107081
Quellen der Recherche
- CVE-2026-107081 GitHub write-up github.com
- SLiMS issue #391 (slims9_bulian) github.com
- SLiMS 9 Bulian releases github.com
- OpenCVE CVE-2026-107081 app.opencve.io
- Sploitus PoC entry sploitus.com
- SLiMS news slims.web.id
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 30.10.2026 17:27.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
