ZITADEL: Fehlende Autorisierung bei Passkey-Registrierung ermöglicht Kontoübernahme
Zusammenfassung
ZITADEL 3.x vor 3.4.15 und 4.x vor 4.17.1 prüft beim Ausstellen von Passkey- oder passwortlosen Registrierungscodes die Organisation des Zielbenutzers nicht. Geprüft wird nur die Organisation im Header x-zitadel-orgid. Ein Angreifer mit Benutzer-Schreibrechten in einer Organisation kann einen Registrierungscode für einen Benutzer in einer anderen Organisation derselben Instanz erhalten, eigenen Authenticator hinterlegen und das Konto übernehmen. Die Schwachstelle betrifft nur Instanzen mit mehreren Organisationen und setzt ein authentifiziertes Konto mit Benutzer-Schreibrechten voraus. Der CVE-Eintrag bewertet sie mit 9.3 (CVSS v4.0); das GitHub-Advisory mit 9.6 (CVSS v3.1).
Betroffen
- ZITADEL 4.0.0 bis 4.17.0 (inklusive RC-Versionen)
- ZITADEL 3.0.0 bis 3.4.14 (inklusive RC-Versionen)
Behoben in
- ZITADEL 4.17.1 oder neuer (4.x)
- ZITADEL 3.4.15 oder neuer (3.x)
Umgehung
- Für ungepatchte Versionen gibt es keine Workaround-Lösung des Herstellers; laut Hersteller schliesst keine Konfiguration die Lücke vollständig.
- Übergangsmassnahme (nicht aus dem Advisory): Benutzer-Schreibrechte und Benutzerverwaltung auf das nötige Minimum beschränken.
Ausnutzung
- Keine öffentliche Ausnutzung oder Nutzung in freier Wildbahn gemeldet.
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, partielle technische Auswirkung.
- EPSS-Wert gemeldet als niedrig (0.0022).
- Öffentlicher Proof of Concept nicht bestätigt.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob Ihre ZITADEL-Instanz selbst gehostet oder in der Cloud betrieben wird, welche Version läuft und ob mehrere Organisationen existieren.
- Auf 4.17.1 oder neuer aktualisieren, für 3.x auf 3.4.15 oder neuer. Eine Newsmeldung gibt an, dass 3.x am 31. August 2026 das Lebensende erreicht hat; dies ist auf der Herstellerseite nicht verifiziert. Falls bestätigt, einen Wechsel auf 4.x planen.
- Passkey- und passwortlose Registrierungsereignisse auf organisationsübergreifende Aktivitäten prüfen und bei verdächtigen Vorgängen Admin-Zugangsdaten rotieren.
- Benutzer-Schreibrechte reduzieren und Änderungen an Benutzern und Authenticatoren überwachen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-pq2q-2c6r-75c4 github.com
- VulnCheck advisory for CVE-2026-105209 www.vulncheck.com
- OSV entry for CVE-2026-105209 osv.dev
- CVE score mirror (threatint) cve.threatint.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 03:30.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
