ModelTC LightLLM: Unauthentifizierte Remote Code Execution über den visual-only RPyC-Dienst
Zusammenfassung
LightLLM bis einschliesslich 1.2.0 stellt im Modus visual_only einen RPyC-Dienst für den visuellen Server ohne Authentifizierung bereit, bei dem die Pickle-Deserialisierung aktiviert ist. In diesem Modus lauscht der Dienst standardmässig auf allen Netzwerkschnittstellen. Ein entfernter Angreifer, der den Port erreichen kann, kann ein präpariertes Objekt senden und beliebigen Code mit den Rechten des LightLLM-Dienstkontos ausführen.
Betroffen
- LightLLM bis einschliesslich 1.2.0 (alle Versionen bis und mit 1.2.0)
- Nur Installationen im Modus --run_mode visual_only, deren visueller RPyC-Port aus dem Netzwerk erreichbar ist
Behoben in
Unbekannt.
- Die Korrektur auf Upstream-Seite erfolgt im Pull Request #1659; ob dieser zusammengeführt oder veröffentlicht wurde, konnte nicht bestätigt werden.
Umgehung
- Netzwerkzugriff auf den visuellen RPyC-Port auf Hosts beschränken, die ihn benötigen.
- LightLLM nicht im Modus visual_only betreiben, sofern dieser nicht erforderlich ist.
- Dienst unter einem Konto mit minimalen Rechten ausführen, ohne Mitgliedschaft in den Gruppen sudo oder docker.
- Knoten im Modus visual_only in einem segmentierten Netzwerk isolieren.
Ausnutzung
- Keine Authentifizierung erforderlich; es genügt Netzwerkzugriff auf den Port.
- Ein öffentlicher Proof-of-Concept wird im Herstellerticket beschrieben, einzelne Trackerquellen geben jedoch an, dass keiner existiert.
- CISA SSVC stuft die Ausnutzung als poc und die Automatisierbarkeit als ja ein.
- Keine Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden; nicht im CISA-KEV-Katalog aufgeführt.
Unsere Empfehlung
- Alle LightLLM-Installationen inventarisieren, inklusive Container, und prüfen, ob sie im Modus visual_only laufen und an welche Schnittstellen sie gebunden sind.
- Zugriff auf den visuellen RPyC-Port sofort mit Firewall-Regeln einschränken.
- Berechtigungen des Dienstkontos reduzieren.
- Verbindungen zum Port von unerwarteten Hosts überwachen.
- Die offizielle Korrektur einspielen, sobald eine freigegebene Version verfügbar ist, und das GitHub-Ticket sowie den Pull Request beobachten.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- LightLLM GitHub issue #1610 github.com
- LightLLM GitHub pull request #1659 github.com
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- OSV CVE-2026-103395 osv.dev
- OpenCVE CVE-2026-103395 app.opencve.io
- LightLLM visual_only_manager.py v1.2.0 github.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 03:48.
Referenzen der NVD (6)
- https://github.com/ModelTC/LightLLM
- https://github.com/ModelTC/LightLLM/issues/1610
- https://github.com/ModelTC/lightllm/blob/v1.2.0/lightllm/server/visualserver/objs.py#L6-L11
- https://github.com/ModelTC/lightllm/blob/v1.2.0/lightllm/server/visualserver/visual_only_manager.py#L138-L140
- https://www.vulncheck.com/advisories/lightllm-through-1.2.0-unauthenticated-remote-code-execution-via-visual-…
- https://github.com/ModelTC/LightLLM/issues/1610
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
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