ground-station: Authentifizierungsumgehung in setup.restore ermöglicht volle Übernahme
Zusammenfassung
Die Suite ground-station für Satellitenverfolgung und SDR-Empfang enthält eine Authentifizierungsumgehung im Befehl setup.restore. Solange eine Instanz im Ersteinrichtungsmodus ist und noch kein Administrator existiert, kann ein nicht authentifizierter Angreifer über Socket.IO einen manipulierten SQL-Dump senden, der als vollständige Datenbankwiederherstellung ausgeführt wird. Anschliessend kann der Angreifer ein Administratorkonto und ein gefälschtes Sitzungstoken anlegen und erhält so die vollständige Kontrolle über die Anwendung und ihre Daten.
Betroffen
- ground-station-Versionen bis einschliesslich 0.7.19 (Herstellerhinweis GHSA-3mqj-q84c-crjq)
- Der CNA-Eintrag (VulnCheck) nennt Versionen vor 0.8.0. Diese Angabe weicht von den Herstellerdaten ab und ist noch nicht geklärt.
Behoben in
- Herstellerhinweis: behoben in 0.8.3
- CNA-Eintrag: behoben in 0.8.0
- Die neueste Version installieren.
Umgehung
- Die Ersteinrichtung auf jeder Instanz abschliessen, damit der Ersteinrichtungsmodus nicht mehr erreichbar ist.
- Den Web- oder Socket.IO-Port nicht aus dem Internet erreichbar machen. Den Zugriff auf ein VPN oder internes Netzwerk beschränken.
- Der Hersteller dokumentiert keine Workaround-Massnahme. Drittquellen empfehlen, für setup.restore eine Authentifizierung zu verlangen.
Ausnutzung
- CISA-SSVC-Bewertung: Ausnutzung 'poc' (Proof of Concept verfügbar), automatisierbar: ja.
- Es wurden keine Hinweise auf aktive Ausnutzung gefunden. Der Status im CISA-KEV-Katalog wurde nicht geprüft.
- Es existieren öffentliche PoC-Verweise, die nicht verifiziert wurden.
Unsere Empfehlung
- Auf Version 0.8.3 oder neuer aktualisieren, vorzugsweise auf die neueste Version.
- Prüfen, ob eine Instanz aus dem Internet oder aus nicht vertrauenswürdigen Netzwerken erreichbar ist und ob ihre Einrichtung abgeschlossen wurde.
- War eine verwundbare Instanz während der Einrichtung erreichbar, die Datenbank auf unbekannte Benutzer und Sitzungen prüfen und Zugangsdaten erneuern.
- Die übrigen nicht authentifizierten Socket.IO-Handler des Produkts prüfen, da kürzlich mehrere ähnliche Probleme gemeldet wurden.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-3mqj-q84c-crjq github.com
- Fix commit 940df21 github.com
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- CVE record (CVE List V5) raw.githubusercontent.com
- OSV entry CVE-2026-103244 osv.dev
- OpenCVE CVE-2026-103244 app.opencve.io
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 03:42.
Referenzen der NVD (4)
- https://github.com/sgoudelis/ground-station/commit/940df2128e57fa779d0ddee2d9726bd829fc61e1
- https://github.com/sgoudelis/ground-station/security/advisories/GHSA-3mqj-q84c-crjq
- https://www.vulncheck.com/advisories/ground-station-before-0.8.0-authentication-bypass-via-setup-restore
- https://github.com/sgoudelis/ground-station/security/advisories/GHSA-3mqj-q84c-crjq
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
