RIOT nanocoap: Integer-Überlauf in der CoAP-Block2-Verarbeitung
Zusammenfassung
Die CoAP-Bibliothek nanocoap im Mikrocontroller-Betriebssystem RIOT prüft das 20-Bit-Maximum der Block2-Blocknummer nicht. Auf 32-Bit-Zielplattformen kann ein überlanger Wert die Berechnung des Blockoffsets überlaufen lassen und einen ungültigen Slice-Bereich erzeugen. Ein entfernter, nicht authentifizierter CoAP-Client kann dies ausnutzen, um Speicherzugriffe ausserhalb der Grenzen, Dienstverweigerung oder Speicherbeschädigung auf betroffenen IoT-Geräten auszulösen.
Betroffen
- RIOT-Versionen vor 2026.07 (CNA-Daten: betroffen < 2026.07)
- Betroffene Master-Basis laut Schwachstellenbeschreibung: Commit aeeae69e
- Vor allem relevant auf 32-Bit-Mikrocontroller-Zielplattformen mit erreichbarem CoAP-Dienst
Behoben in
- Behoben in RIOT 2026.07 laut CVE-Daten und Einträgen von Drittanbieter-Datenbanken.
- Widerspruch: Die Schwachstellenbeschreibung besagt, dass die verifizierte Korrektur auf dem Master-Branch liegt und nicht veröffentlicht ist. Die Korrektur-Commits 6b283ace und ee1fa0ef konnten nicht vollständig verifiziert werden. Die behobene Version vor dem RIOT-Projekt oder dem Gerätehersteller bestätigen, bevor 2026.07 als Behebungsziel gilt.
Umgehung
- Keine vom Hersteller veröffentlichte Massnahme gefunden. Unbekannt.
- Den Zugriff auf den CoAP-Dienst des Geräts (UDP, typischerweise Port 5683) auf vertrauenswürdige Hosts beschränken und am Netzwerkrand blockieren.
Ausnutzung
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable yes, Technical Impact partial.
- EPSS 0,0035 (niedrig).
- Ausnutzung in freier Wildbahn: Unbekannt. Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; die Suche war nicht erschöpfend.
Unsere Empfehlung
- IoT-Geräte inventarisieren und prüfen, ob einzelne RIOT verwenden und ein erreichbarer CoAP-Dienst läuft.
- Gerätehersteller fragen, ob RIOT eingesetzt wird und welche Version, und einen Patch oder eine korrigierte Firmware anfordern.
- Externen Zugriff auf CoAP (UDP 5683) an der Firewall blockieren, bis eine korrigierte Version installiert ist.
- Die Korrektur-Commits bestätigen, bevor RIOT 2026.07 als Zielversion akzeptiert wird.
- Auf ungewöhnlichen CoAP-Verkehr sowie Abstürze oder Neustarts von Geräten achten.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- RIOT security advisory GHSA-8365-gj33-rgpf github.com
- RIOT commit 6b283ace github.com
- RIOT commit ee1fa0ef github.com
- RIOT release 2026.07 github.com
- CVE-2026-102692 on vulners.com vulners.com
- VulDB entry 421352 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 06:25.
Referenzen der NVD (4)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
