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CVE-Tracker

Amazon FreeRTOS-Plus-TCP: DNS-Cache-Poisoning durch gefälschte DNS-Antworten

CVE-2026-102552Hoch 8.2

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Zusammenfassung

FreeRTOS-Plus-TCP, ein TCP/IP-Stack für eingebettete Geräte und IoT-Geräte, prüft nicht vollständig, ob eine DNS-Antwort vom abgefragten Server stammt. Ein entfernter Angreifer, der eine DNS-Antwort fälscht, kann eine vom Angreifer gewählte Adresse in den DNS-Cache des Geräts einschleusen und dessen nachfolgende Verbindungen für den betroffenen Namen umleiten. Der Angreifer muss gefälschte Antworten einschleusen können, typischerweise aus dem lokalen Netzwerk oder Pfad, und es ist weder eine Authentifizierung noch eine Benutzerinteraktion erforderlich.

Betroffen

  • FreeRTOS-Plus-TCP-Versionen 0 bis 4.4.1 (bis einschliesslich V4.4.1)

Behoben in

  • Version V4.4.2, mit aktiviertem ipconfigDNS_CHECK_REPLY_SOURCE_IP in FreeRTOSIPConfig.h (die Option ist standardmässig deaktiviert)

Umgehung

  • Für betroffene Versionen gibt es keinen reinen Konfigurations-Workaround, da die Prüfung der Quell-IP des Antwortenden vor V4.4.2 nicht verfügbar ist.
  • Soweit möglich, das Gerät auf einen vertrauenswürdigen lokalen Resolver beschränken und den lokalen Netzwerkpfad schützen, um die Exposition zu verringern. Dies beseitigt das Problem nicht vollständig.

Ausnutzung

  • Nicht bekannt, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird.
  • CISA-SSVC-Bewertung: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact partial.
  • Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden; dies ist keine Bestätigung, dass keiner existiert.

Unsere Empfehlung

  • Geräte und Firmware inventarisieren, die FreeRTOS-Plus-TCP verwenden; bei den Geräteherstellern nachfragen, ob ihre Firmware diese Bibliothek enthält.
  • Von den Herstellern Firmware-Updates mit V4.4.2 oder neuer verlangen; das Aktualisieren der Bibliothek allein genügt nicht.
  • ipconfigDNS_CHECK_REPLY_SOURCE_IP nach dem Update aktivieren und vorgängig testen, da Reviewer-Kommentare zu einem verwandten Pull Request melden, dass legitime LLMNR- und mDNS-Antworten abgewiesen werden könnten.
  • CVE-2026-102551 (IPv6 Router Advertisement) gleichzeitig patchen, da diese Schwachstelle dieselben Versionen betrifft.
  • Netzwerkzugriff auf betroffene Geräte einschränken und auf unerwartetes DNS-Verhalten achten.

Öffentliche Exploits

In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.

Quellen der Recherche

Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 15:53.

Referenzen der NVD (3)

Quellen

Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:

Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.

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