Junos OS: Betriebssystembefehl-Injektion in der CLI über den Befehl 'request csds'
Zusammenfassung
Eine Betriebssystembefehl-Injektion in der Junos-OS-CLI erlaubt einem lokalen Angreifer mit niedrigen Berechtigungen, Befehle mit Root-Rechten auszuführen, was zur vollständigen Kompromittierung des Geräts führen kann. Die Schwachstelle liegt im Befehl 'request csds', der Benutzereingaben nicht bereinigt. Der Angreifer benötigt zuerst einen gültigen CLI-Zugang, daher besteht das Hauptrisiko durch kompromittierte oder böswillige Konten mit CLI-Zugriff. Der Advisory-Titel nennt die MX-Serie, die Beschreibung schränkt das Problem jedoch nicht auf MX ein, weshalb der Geltungsbereich im Herstellerhinweis bestätigt werden muss.
Betroffen
- Junos OS 24.4 vor 24.4R2-S4
- Junos OS 25.2 vor 25.2R2-S1
- Junos OS 25.4 vor 25.4R1-S3
- Versionen vor 24.4R1 sind nicht betroffen.
- Geltungsbereich: Der Advisory-Titel nennt die MX-Serie; welche Plattformen betroffen sind, muss über JSA112180 bestätigt werden.
Behoben in
- Junos OS 24.4R2-S4
- Junos OS 25.2R2-S1
- Junos OS 25.4R1-S3
- Junos OS 26.2R1 und alle nachfolgenden Versionen
Die genauen Builds sind vor dem Rollout auf JSA112180 zu bestätigen.
Umgehung
- CLI-Autorisierung verwenden, um die Ausführung der Befehle 'request csds' für Nicht-Administratorkonten zu untersagen.
- CLI- und Management-Zugriff mit Access Lists oder Firewall-Filtern auf vertrauenswürdige Hosts und Administratoren beschränken.
Ausnutzung
- Das Juniper SIRT kennt keine böswillige Ausnutzung.
- CISA-SSVC-Bewertung: Ausnutzung keine, nicht automatisierbar, technische Auswirkung total.
- Im Rahmen der Recherche wurde kein öffentlicher Proof of Concept gefunden. Der CISA-KEV-Katalog wurde nicht geprüft.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob Junos-Geräte mit Versionen 24.4, 25.2 oder 25.4 unterhalb der Fixversionen laufen.
- Betroffene Geräte auf die in JSA112180 genannten Fixversionen aktualisieren.
- Falls das Patchen verzögert wird, die CLI-Autorisierung einsetzen, um 'request csds' für Nicht-Administratorkonten zu sperren.
- Prüfen, wer CLI-Konten besitzt, und nicht benötigte Konten entfernen, insbesondere für externe Dienstleister und Helpdesk-Mitarbeitende.
- Prüfen, ob SSH- oder Management-Schnittstellen aus dem Internet erreichbar sind, und den Zugriff einschränken.
- Logs auf ungewöhnliche 'request'-Befehle überwachen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Juniper Security Advisory JSA112180 supportportal.juniper.net
- OpenCVE: CVE-2026-102079 app.opencve.io
- Positive Technologies record PT-2026-113915 vulners.com
- Tenable plugin issue 233835 www.tenable.com
- Strix: CVE-2026-102079 www.strix.ai
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 10:33.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
