DPDK GSO-Bibliothek: Out-of-Bounds-Read und -Write im GSO-Header-Kopieren
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle im Software-Code von Generic Segmentation Offload (GSO) der DPDK-Bibliothek erlaubt das Kopieren von Headerdaten ohne ausreichende Grössenprüfung. Ein entfernter Angreifer oder eine Gast-virtuelle Maschine kann manipulierte Pakete senden, die Lese- und Schreibzugriffe ausserhalb des Heap-Speichers verursachen. Dadurch kann die DPDK-Anwendung abstürzen oder möglicherweise Code ausgeführt werden, ohne Authentifizierung. Das Problem betrifft nur Umgebungen, in denen Software-GSO nicht vertrauenswürdigen Datenverkehr verarbeitet.
Betroffen
- DPDK-Anwendungen mit Software-GSO (rte_gso_segment, testpmd --enable-gso)
- Red Hat Fast Datapath für RHEL 8, 9 und 10 (von Red Hat als betroffen aufgeführt)
- Betroffene DPDK-Versionen: Unbekannt.
Behoben in
- Unbekannt. Das Advisory von Red Hat nennt in den geprüften Quellen keine korrigierten Versionen.
- Debian DSA-6597-1 (31. Okt. 2026) ist mit dieser CVE verknüpft; die Korrektur für trixie wird mit 24.11.8-0+deb13u1 angegeben, für diese CVE noch nicht bestätigt.
- Ubuntu: Needs evaluation.
Umgehung
- Software-GSO nicht für nicht vertrauenswürdige Pakete verwenden.
- Die Vergrösserung des Direct-mbuf-Pools über die maximale Header-Grösse (etwa 208 Bytes bei getunneltem Datenverkehr) wird von einer Zweitquelle vorgeschlagen; sie deckt den Over-Read bei kurzem ersten Segment nicht vollständig ab und ist nicht verifiziert.
Ausnutzung
- CISA KEV: nicht gelistet; keine bekannte Ausnutzung.
- EPSS etwa 0,33%.
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
- CISA SSVC: Exploitation none, Automatable yes, Technical Impact partial.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob DPDK, OVS-DPDK oder Red Hat Fast Datapath im Einsatz sind und ob Software-GSO aktiviert ist.
- Herstellerupdates einspielen, sobald sie für die eigene Plattform bestätigt sind.
- Bis zur Korrektur Software-GSO bei nicht vertrauenswürdigem oder aus Gast-Systemen stammendem Datenverkehr vermeiden.
- Herstellermeldungen auf bestätigte korrigierte Versionen überwachen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Red Hat CVE record CVE-2026-100236 access.redhat.com
- Red Hat Bugzilla 2541488 bugzilla.redhat.com
- Debian security tracker www.debian.org
- Ubuntu CVE page ubuntu.com
- OpenCVE CVE-2026-100236 app.opencve.io
- VulDB 420087 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 08:11.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
