CGM CLININET: Authentifizierungsumgehung per IP-Spoofing in rsyncd
Zusammenfassung
Der rsyncd-Dienst von CGM CLININET, einem Krankenhaus-Informationssystem, gewährt Dateischreibzugriff allein anhand der Quell-IP-Adresse des Clients. Ein Angreifer, der eine erlaubte IP-Adresse fälscht, kann diese Prüfung umgehen und Dateien auf dem betroffenen System bearbeiten. Der CVSS-Vektor setzt keine Berechtigungen und keine Benutzerinteraktion voraus und bewertet die Auswirkung auf die Integrität und Verfügbarkeit als hoch, auf die Vertraulichkeit hingegen nicht. Das Risiko hängt davon ab, ob der rsyncd-Dienst aus dem Netzwerk des Angreifers erreichbar ist.
Betroffen
- CGM CLININET bis und mit 2026.MS3 gemäss CVE-Eintrag.
- Der Advisory von CERT Polska listet diese CVE mit betroffenen Versionen bis 2026.MS4. MS4 ist bis zur Klärung durch den Hersteller als möglicherweise betroffen zu behandeln.
- Spätere Versionen könnten ebenfalls betroffen sein.
Behoben in
Unbekannt. Es wurde keine Herstellerangabe zu einer Korrektur dieser CVE gefunden.
Umgehung
- Den Zugriff auf rsyncd auf die vom Hersteller als notwendig dokumentierten Hosts beschränken, idealerweise in einem geschützten Management-Netzwerk.
- IP-Allowlisten allein genügen nicht, da die Schwachstelle genau eine Umgehung durch Spoofing ist. Anti-Spoofing-Massnahmen wie Port Security, DHCP Snooping und ARP Inspection im Segment ergänzen.
- Jede Konfigurationsänderung vorab mit CGM abstimmen, da es sich um klinische Software handelt.
Ausnutzung
- Gemäss den geprüften Quellen ist keine Ausnutzung bekannt.
- Es wurde kein öffentlicher Proof of Concept identifiziert.
- CISA SSVC: Ausnutzung keine, automatisierbar ja, technische Auswirkung partiell.
Unsere Empfehlung
- Bei CGM nachfragen, ob Ihre Installation betroffen ist und welche Version diese CVE behebt.
- Den Zugriff auf rsyncd auf die vom Hersteller dokumentierten Hosts auf Firewall- und Switch-Ebene beschränken.
- Anti-Spoofing-Massnahmen im Netzwerksegment umsetzen.
- Die rsyncd-Aktivität protokollieren und die Dateiintegrität auf dem Server prüfen.
- Die übrigen CLININET-CVEs aus derselben Meldung von CERT Polska bewerten, insbesondere CVE-2025-30043 und CVE-2025-30050, da diese schwerwiegender sind.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- CERT Polska advisory: Vulnerabilities in CGM CLININET software cert.pl
- CGM CLININET product page www.cgm.com
- Strix AI: CVE-2025-30052 www.strix.ai
- Safeguard: CGM CLININET analysis safeguard.sh
- VulDB: CVE-2025-30052 vuldb.com
- HOL Guard: CVE-2025-30052 hol.org
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 10:51.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
